Samstagshäppchen: Sie will doch nur spielen

© Foto: Ilke, 2014

© Foto: Ilke, 2014

Lange Zeit habe ich mich gegen das 2007 erschienene Kultspiel Portal gewehrt. Da verlier ich doch total den Überblick, dachte ich. Schließlich besitze ich die Orientierung und das räumliche Denken eines Toastbrotes. Weil es aber etwas vollkommen anderes ist, selbst zu zocken, als jemanden dabei zu betrachten und ich Rätselspiele liebe, habe ich mich doch daran gewagt.

Zu Beginn erwacht man in einem kargen, futuristischen Glaskasten. Kurz darauf eröffnet einem eine weibliche Computerstimme, dass man Testobjekt der Forschungstation Aperture Science Enrichment Center ist. In verschiedenen Testkammern müssen Objekte bewegt und teleportiert werden, um den jeweiligen Ausgang zu erreichen. Dazu bekommt der Spieler eine Waffe, mit der er zwei verschiedenfarbige Teleportationsportale an speziell gekennzeichnete Flächen schießen kann. Benötigt der Spieler beispielsweise zur Betätigung eines Türöffnungsmechanismus ein Objekt, das auf einer kleinen Plattform hoch über dem Boden ist, schießt er ein Portal hinter das Objekt und ein zweites neben sich. So kann der durch das Portal gehen und leicht das Objekt holen. Zum besseren Verständnis kann man sich ein Demonstrationsvideo ansehen.

Die  Stimme, die einen durch alle Tests begleitet und mehr oder weniger hilfreiche Tipps gibt, gehört GLaDOS. Als zentrale, selbstständig agierende Recheneinheit besitzt sie die Kontrolle über das Enrichment Center. Bald wird klar, dass der von ihr versprochene Kuchen, der am Ende der letzten Testkammer warten soll, nicht existiert. „The cake is a lie!“ und andere Nachrichten von ehemaligen Testsubjekten stehen mehr oder weniger versteckt an den Wänden. Als man dann von einer Plattform am Ende des letzten Tests in einen Feuerofen transportiert wird, sind auch die letzten Zweifel ausgeräumt. Mit Hilfe der Portalwaffe entkommt man den Flammen, die Flucht aus dem Gebäude hat allerdings gerade erst begonnen. Schließlich will GLaDOS ihren Spielkameraden nicht einfach so gehen lassen.

Meine anfängliche Skepsis der Orientierung innerhalb des Spiels verflog rasch. Das Lösen der Rätsel war meist recht leicht, nur an einigen Stellen verzwackt. Der Umfang der Testkammern bzw. dem Durchlaufen eines Spielabschnitts nimmt mit Fortschritt des Games immer mehr zu. Nach den recht wenigen Stunden Spielzeit kam ich nicht umhin, mir den zweiten Teil zu besorgen. Dieser ist sehr viel umfangreicher, besitzt noch größere Testkammern und etliche Neuerungen, sodass der Spaß trotz gleichem Spielprinzip weiter erhalten bleibt. Zart besaitete Gemüter brauchen keine Angst zu haben: obwohl einen GLaDOS in die Flammen schicken will, ist Portal unblutig und besitzt wenig – wenn überhaupt psychologische – Brutalität. Die Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.

Ilke

Entwickler: Valve Software
Titel: Portal
Publisher:
Valve, Electronic Arts

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2 Gedanken zu “Samstagshäppchen: Sie will doch nur spielen

  1. Maria schreibt:

    Haste fein geschrieben.
    Und auch nicht zu viel gespoilert, trotzdem Spannung aufgebaut.
    Als großer Portal-fan ist es allerdings höchste Zeit gewesen! 😉
    MJ

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