Samstagshäppchen: Die Seele des Jazz und das Märchen vom Froschkönig

wpid-20141116_164736.jpg

© Foto: Karoline, 2014

Aus dem Kindesalter sind wir ja alle längst herausgewachsen. Trotzdem schaue ich mir gelegentlich gern alte und neue Trickfilme an, um dieses wunderbare Gefühl der damaligen Unbeschwertheit wieder aufleben zu lassen. Unersetzlich waren dabei die Werke von Disney. Ich hatte eine riesige Bandbreite der Disney-VHS-Kassetten zu Hause – vom Dschungelbuch über Mulan, Schneewittchen, Cap und Capper ging es bis zu Dornröschen und Oliver & Co. Ich habe sie alle geliebt und dachte eigentlich, dass die Zeit der großen Trickfilme auf Kosten der am Computer gebastelten Animationen vorbei ist. Ich lag falsch!

Der Titel und das Cover waren so nichtssagend, dass ich mich erst dazu überreden musste, Küss den Frosch in den DVD-Player zu schieben. Ich wurde überrascht von einem alten, wundervoll gestalteten New Orleans und einer tiefgehenden Geschichte über das schwarze Mädchen Tiana. Von Kindesbeinen an träumt das Arbeiterkind vom eigenen Restaurant und schuftet hart, um die Kaution zahlen zu können – bisher leider ohne Erfolg. Da kommt ein reicher Prinz doch gerade recht! Nur doof, dass dieser vom Schattenmann mit einem Voodoo-Zauber belegt wurde und nun als sprechender Frosch durch die Gegend hüpft. Als Tiana dann auch noch in die Fänge des Zaubers gerät, beginnt ein Abenteuer durch die Urwälder Louisianas – natürlich mit der Disney-gerechten Liebesgeschichte dazu.

Die Songs des Films sind purer Jazz – und hatten es mir damit sofort angetan. Die Synchronstimmen von Cassandra Steen und Roger Cicero transportieren die Seele dieses Musikstils so brillant, dass es mir schwer fiel, sitzen zu bleiben. Die Geschichte ist ebenfalls mitreißend erzählt und die Charaktere sympathisch gezeichnet. Natürlich dürfen bei Disney die Tiere nicht fehlen. So leisten Tiana und dem Prinzen bald ein Trompete spielendes Krokodil und ein verliebtes Glühwürmchen Gesellschaft. Für mich persönlich ist dieser Film ein rundum gelungenes Disney-Revival der alten Schule. Absolut sehenswert!

Karoline

Regisseur: John Musker, Ron Clements
Filmtitel: Küss den Frosch
Erscheinungsjahr: 2009

Advertisements

2 Gedanken zu “Samstagshäppchen: Die Seele des Jazz und das Märchen vom Froschkönig

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s