Ich spiele Scotty und baue ein Raumschiff

© Foto: Georgia, 2014

© Foto: Georgia, 2014

Schaut mal, was ich von meinen Inkunabel-Mädels und Co. zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Die Siedler von Catan ist ein Brettspielklassiker, den ich zwar gut und interessant finde, der aber nie einer meiner Lieblinge war. Das ist bei dieser Version anders. Star Trek Catan ist unheimlich toll und ich bin davon absolut begeistert. Obwohl es vom Spielprinzip her identisch mit dem Original ist, macht es mir viel mehr Spaß Sternenflotten anstatt von Siedlungen zu bauen.

Wenn ihr die Die Siedler von Catan bereits kennt, werdet ihr keine Probleme mit dem Spielprinzip von Star Trek Catan haben. Es ist im Großen und Ganzen gleich. Die Felder, Rohstoffe und Spielfiguren haben nur andere Bezeichnungen und jeder Spieler besitzt eine Charakterkarte mit besonderen Fähigkeiten. Aber auch Anfänger werden sich relativ schnell zurechtfinden.

Das Spielfeld besteht aus mehreren Planeten auf denen unterschiedliche Rohstoffe gewonnen werden (Roter Planet = Tritanium, Gelber Planet = Nahrung, Weißer Planet = Sauerstoff, Grüner Planet = Dilithium, Blauer Planet = Wasser). Jeder Spieler muss diese Rohstoffe sammeln, um Raumschiffe, Raumstationen und Ausbauten zu bauen. Für den Bau eines Raumschiffes werden beispielsweise andere Rohstoffe benötigt als für den Bau einer Station. Zu Beginn darf jeder zwei Schiffe und zwei Stationen quasi kostenlos auf dem Feld platzieren. Man erhält Rohstoffe von den Planeten, die an eine Station grenzen. In jeder Runde wird die Rohstoffverteilung ausgewürfelt. Auf jedem Planeten liegt eine Zahl und wenn diese mit der gewürfelten Augenzahl übereinstimmt, erhalten alle anliegenden Stationen Rohstoffe. Es sei denn eine Sieben wird gewürfelt. Dann darf der entsprechende Spieler den Klingonenkreuzer auf einen Planeten setzen. Dieser Planet wirft dann so lange wie der Kreuzer darauf steht keine Rohstoffe ab. Zusätzlich darf der Spieler verdeckt eine Karte von einem Mitspieler ziehen.

Das Spiel ist für drei bis vier Mitspieler ausgelegt und bei der maximalen Spielerzahl ist es unwahrscheinlich, dass jeder alle Rohstoffe erhält. Deshalb kann untereinander gehandelt oder auch im Verhältnis 4:1 mit der Bank getauscht werden. Besitzt man eine Station an einem Grenz- und Handelsposten (Spielfeldbegrenzung) kann man zu günstigeren Konditionen tauschen. Weiterhin können auch Entwicklungskarten mit Rohstoffen gekauft werden. Diese Karten werden nach dem Kauf blind gezogen, man kann eine „Sternenflotte greift an“-Karte erhalten (fungiert wie eine gewürfelte Sieben) oder eine Fortschritt-Karte (besondere Handlung, zum Beispiel kostenlos ein Raumschiff bauen) oder eine Siegpunkt-Karte. Ziel des Spiels ist es zehn Siegpunkte zu erreichen. Man bekommt Siegpunkte für gebaute Raumstationen und Ausbauten, die längste Versorgungsroute (höchste Anzahl zusammenhängender Raumschiffe), die größte Sternenflotte (höchste Anzahl von „Sternenflotte greift an“-Karten) und für Siegpunkt-Karten.

Was mir besonders gut gefällt ist, dass jeder Spieler eine Charakterkarte aus Star Trek The Originals Series besitzt. Diese Karten erlauben dem Spieler besondere Funktionen. Beispielsweise schützt Captain Kirk vor dem Klingonenkreuzer und mit Scotty kann man günstiger Raumschiffe bauen. Es gibt zehn Charakterkarten. Der Spieler darf seine Karte maximal zweimal einsetzen bevor er sie gegen eine andere austauschen muss. Wer Probleme hat meiner geschriebenen Spielanleitung zu folgen, kann sich zur Veranschaulichung ein Spiel bei TableTop ansehen. Das Video bringt einem das Spiel nicht nur näher, der Zuschauer wird auch köstlich unterhalten.

Ich bin hellauf begeistert von diesem Spiel. Ein Manko ist aber, dass das Feld bei vier Spielern recht schnell überfüllt ist. Vanessa von Sternenwind hatte beim Spielenachmittag die fantastische Idee eine Erweiterung zu entwickeln mit mehr Spielfläche und Charakterkarten von Voyager. Dennoch hat man zu viert viel Spaß beim Spielen. Ich mag auch die Gestaltung des Spielfeldes und der verschiedenen Karten sehr gerne. Die Raumschiff-Figuren finde ich besonders toll, da jede wie eine kleine Enterprise aussieht. Wobei mich dabei wiederrum stört, dass die Figuren aus Plastik sind und ich leichte Angst um ihre Stabilität habe. Da wurde an der falschen Stelle gespart, zumal das Spiel im Online-Shop nicht gerade günstig ist. (Kleiner Tipp am Rande: Bei Müller gibt es Gesellschaftsspiele meist preiswerter.)

Ansonsten danke ich nochmal meinen Lieben, dass sie immer so gut auf meine Vorlieben achten und mir dieses Wunderwerk geschenkt haben. Star Trek Catan ist definitiv etwas für Brettspiel- und Star-Trek-Fans. Aber ich glaube, dass auch die Nicht-Trekkies in meinem Freundeskreis gerne mitgespielt haben.

Georgia

Autor: Klaus Teubner
Titel: Star Trek Catan, ab 10 Jahren
Verlag: Kosmos

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4 Gedanken zu “Ich spiele Scotty und baue ein Raumschiff

  1. Sandra schreibt:

    Das ist ja ein cooles Spiel – die Siedler von Catan sind großartig und mit so einer „Erweiterung“ kann ich mir das auch gut vorstellen.
    Mir wäre ja Star Wars lieber, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache 😉

    Liebe Grüße,
    Sandra

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