Intergalaktische Superhelden

© Foto: Georgia, 2015

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Als ich sah, dass Guardians of the Galaxy in die Kinos kommt, war ich unheimlich genervt. Es gibt so viele tolle Marvel-Helden und es werden ausgerechnet die verfilmt. Trotzdem habe ich mir den Film angesehen, ist ja schließlich von Marvel. Überraschung! Ich fand den Film genial. Die Charaktere waren sympathische Chaoten, ich habe viel gelacht und mich einmal mehr in einen Soundtrack verliebt. Natürlich habe ich mir direkt zum Erscheinungstermin die DVD geholt und möchte sie euch jetzt wärmstens empfehlen.

Peter Quill wird mit acht Jahren von der Besatzung eines Raumschiffs entführt. 26 Jahre später ist der Erdling ein erfolgreicher Ravager (Weltraumplünderer) und arbeitet für seine ehemaligen Entführer. Peter, der sich selbst Star-Lord nennt, ist eine Mischung aus charmantem Bad Boy und selbstironischem Aufschneider. Bei einem seiner Aufträge gelangt er in den Besitz des Orbs, eine Metallkugel mit unbekanntem Inhalt. Ronan, der Ankläger, will den Orb ebenfalls in seinen Besitz bringen. Er braucht ihn um den Planeten Xandar zerstören zu können, dessen Friedensvereinbarungen ihm ein Dorn im Auge sind. In dem Orb befindet sich nämlich einer von sechs Infinity-Steinen mit unglaublicher Energie. Weitere Infinity-Steine sind die Tesseract aus Avengers und das Äther aus Thor 2. Es beginnt eine Hetzjagd um den Stein. Peter will die Vernichtung Xandars verhindern und wird neben Ronan und seinem Gefolge auch von seiner Ravager-Crew verfolgt. Die wollen den Stein einfach nur an den Meistbietenden verkaufen.

Zum Glück steht Peter nicht allein da. Er hat die Unterstützung von Gamora, einer unfreiwillig zum Cyborg umgebauten Assassine. Sie gehört zu Ronans Gefolge, verrät ihn aber, um Xander zu schützen. Gamora bestiehlt Peter zunächst, da er keine ehrbaren Absichten zu verfolgen scheint. Schließlich redet sie ihm aber ins Gewissen und sie tun sich zusammen. Obwohl sie eine tödliche und gefährliche Gegnerin ist, scheint Gamora ein ausgeprägtes Gewissen zu haben. Die Kopfgeldjäger Rocket und Groot wollen eigentlich eine hübsche Summe für Peter kassieren, schließen sich aber auch den Guardians an. Rocket ist ein genmanipulierter Waschbär und ein wahres Genie was Technik und Waffen angeht. Sein Partner Groot ist ein baumähnliches Wesen (erinnert an die Ents aus Herr der Ringe) und ein überraschend guter Kämpfer mit einem sehr eingeschränkten Wortschatz. Die beiden sind die besten Charaktere im ganzen Film, weil sie unheimlich viel Humor mitbringen. Schließlich gabeln sie während eines kurzzeitigen Gefängnisaufenthalts noch den Krieger Drax auf. Dieser trägt den Beinamen Zerstörer und will Ronan töten, um den Tod seiner Familie zu rächen.

Das sind sie nun, die fünf Guardians of the Galaxy, eine bunt zusammengewürfelte Truppe von Chaoten. Jeder von ihnen gewinnt beim Zuschauer auf die eine oder andere Art Sympathiepunkte. Nach diesem Film hatte ich unglaublich gute Laune. Die Handlung ist ja nichts Neues: Eine Bedrohung taucht auf und eine oder mehrere Personen raufen sich zusammen, um diese aufzuhalten. Diesmal befinden wir uns aber im All. Das ist zwar auch bei Thor der Fall, bei den Guardians spielt die Erde jedoch so gut wie keine Rolle. Dieser Szeneriewechsel hat mir gut gefallen. Außerdem gibt es witzige Dialoge und gut platzierte Actionsequenzen. Am besten finde ich den Soundtrack. Alles, was Peter von seiner Kindheit auf der Erde geblieben ist, ist ein Mixtape mit den Lieblingssongs seiner verstorbenen Mutter. Die Frau hatte wirklich einen guten Musikgeschmack.

Alles in allem ist Guardians of the Galaxy ein Film, der die Langeweile vertreibt und den Zuschauer ungemein erheitert. Da sich die Problematik der Infinity-Steine über verschiedene Filme streckt, habe ich die Hoffnung, dass sich die Guardians mit den Avengers zusammentun werden. Eine Konstellation, die ich sehr gerne sehen würde.

Georgia

Regisseur: James Gunn
Filmtitel: Guardians of the Galaxy
Erscheinungsjahr: 2014

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