The Nerds are back

© Foto: Katrin, 2015

© Foto: Katrin, 2015

Endlich ist es soweit. Letzten Monat lief der zweite Teil von Pitch Perfect in den deutschen Kinos an. Das haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen und sind in großer Runde ins Kino gestürmt. Es folgte ein Abend voller Gelächter. Das Warten hat sich gelohnt, denn obwohl Pitch Perfect 2 nicht ganz mit dem Vorgänger mithalten kann, hat er nicht enttäuscht und viel Unterhaltung geboten.

Ein peinlich misslungener Auftritt der Barden Bellas anlässlich des Geburtstages des Präsidenten sorgt für einen skandalösen Mediennachhall. Die A Capella-Gruppe wird von sämtlichen öffentlichen Auftritten ausgeschlossen und kann somit nicht ihren Titel als Landesmeister verteidigen. Ersetzt werden die Bellas durch die deutsche Gruppe Das Sound Machine. Einzig ihren Platz bei den A Capella-Weltmeisterschaften verlieren sie nicht. So macht die Gruppe den Deal, dass ihre Auftrittssperre aufgehoben wird, wenn sie die Meisterschaft gewinnen. Ein sportliches Ziel, denn Amerika hat noch nie gewonnen.

Genau wie im ersten Teil ist der Hauptplot einfach und stringent. Die Barden Bellas haben ihre Auftritte in den letzten drei Jahren immer weiter ausgebaut und aufregender gestaltet. Dabei haben sie jedoch aus den Augen verloren auf was es wirklich ankommt: die Musik, das Singen und die Harmonie untereinander. Wieder einmal ist das Ziel des Films, dass die Mädchen ihren Pitch finden beziehungswiese sich diesmal auf ihn zurückbesinnen. Im Großen und Ganzen ist die Zusammenstellung der Bellas gleich geblieben. Nur Aubrey hat das College bereits abgeschlossen und ist nicht mehr dabei, aber sie erhält einen charmanten Gastauftritt. Dafür sind zwei neue Charaktere hinzugekommen: Freshman und Songschreiberin Emily und Flo – die optimistische Pessimistin aus Guatemala.

In den Nebenplots geht es zum einem um Beca, die ihren Traum Musikproduzentin zu werden weiterhin verfolgt und ein Praktikum in einem Musikstudio angefangen hat. Während sie und Jesse immer noch ein Paar sind und es dort keine Schwierigkeiten gibt, liegt der romantische Fokus des Films auf zwei anderen Pärchen. Treblemaker und Hobbymagier Benji hat sich in die süße Emily verguckt und die beiden haben wunderbar witzige und knuffige Szenen zusammen. Weniger knuffig geht es bei Fat Amy und Ex-Trebelmaker Bumper zu. Er hätte gern eine feste Beziehung, sie hingegen möchte ein ungebändigtes Pony bleiben.

Ich hatte das Gefühl, dass im Gegensatz zum ersten Teil dieser Film sich eher auf die Comedy als auf die Musikszenen konzentriert hat. Es gab mehr zu lachen, aber die Witze sind auch platter geworden. Dafür reichten die Coversongs und Mashups nicht an die aus dem ersten Film heran. Die Auftritte der A Capella-Gruppen waren gut und haben auch gerockt, waren aber im Großen und Ganzen etwas enttäuschend. Für mich waren die musikalischen Highlights der Riff-Off und die Weltmeisterschaftsauftritte von den Barden Bellas und Das Sound Machine. Wobei man sagen muss, dass die Aussprache der englischen Liedtexte von der deutschen Gruppe übertrieben schlecht ist. Auch der Kultsong You’re gonna miss me when I’m gone ist wieder dabei, dank Katrin gibt es jetzt eine weitere tolle Coverversion.

Trotz der Kritikpunkte kann ich sagen, dass mir der Film gefallen und mich sehr gut unterhalten hat. Er ist nicht anspruchsvoll, vermittelt aber unheimlich viel Spaß und Charme. Ein wenig Angst habe ich vor dem bereits angekündigten dritten Teil. Ich sehe nicht wo dieser ansetzen will, da der Großteil der Bellas nun nicht mehr am College ist. Selbstverständlich werde ich aber auch bei diesem im Kino sitzen.

Georgia

Regisseur: Elizabeth Banks
Filmtitel: Pitch Perfect 2
Erscheinungsjahr: 2015

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