Samstagshäppchen: Arbeite deine Liste ab, Herc!

© Bild: Beltz Verlag, 2015

Nach Hercules unangebrachtem Kommentar während der Trauerfeier seines Vaters weiß die Mutter des Jungen sich nicht anders zu helfen, als ihren Sohn während der Ferien nach Baltimore zu Onkel Anthony zu schicken. Der ist zwar ziemlich cool, doch während des letzten Besuchs hat sich Hercules dort ziemlich gelangweilt. Daher bekommt er von seinem Onkel eine Liste mit den titelgebenden 12 things to do before you crash and burn vorgelegt, die er während der Ferien gefälligst zu erledigen hat.

Alles andere als begeistert macht sich Hercules an die Arbeit, die lästigen und mitunter schrägen Punkte auf der Liste abzuhaken. Einige der Aufgaben bringen ihn ganz schön ins Schwitzen, während andere dafür sorgen, dass er reichlich seltsame Leute kennen lernt. Am Ende der Ferien hat Herc nicht nur etwas über Liebe auf den ersten Blick, sondern auch über sich selbst gelernt – und nebenbei das große Geheimnis seines Onkels enthüllt. In diesem Jugendroman geht es um Pizza, tiefsinnige Gedanken, Jobsuche und natürlich die schöne, fremde, unerreichbare Frau aus dem Zug. Allein für das Kapitel, in dem Herc etliche Vorstellungsgespräche wahrnimmt, lohnt sich meiner Meinung nach die Lektüre, denn diese Szenen sind einfach extrem witzig beschrieben!

Überhaupt ist der Roman mit seinen 120 Seiten auch für Wenig-Leser eine coole Lektüre für Zwischendurch, was insbesondere an dem lockeren Tonfall liegt. Der Autor verliert generell nicht viele überflüssige Worte, sondern jagt den Leser mit seinem direkten Stil förmlich durch die Geschichte. Dank des trockenen Humors und symphatischer Charaktere, gepaart mit einem Schuss Weisheit handelt es sich hierbei um genauso rasante, wie lässige Unterhaltung für Jugendliche und Erwachsene. Fazit: unbedingt lesenswert!

Katrin

Autor: James Proimos
Buchtitel: 12 things to do before you crash and burn, ab 14 Jahren
Verlag: Gulliver

Advertisements

2 Gedanken zu “Samstagshäppchen: Arbeite deine Liste ab, Herc!

    • Katrin schreibt:

      Das ist im wahrsten Sinne ein schönes Häppchen: klein aber fein. Einen solchen Titel kann man bedenkenlos auch mal an jemanden in dem Alter verschenken, wenn man befürchtet, dass „Tschick“ evtl. zu umfangreich ist (obwohl man tatsächlich beides lesen sollte). 😉

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s