Geniale Action und die grandiose Furiosa

© Foto: Georgia, 2015

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Eigentlich wollte ich vor meinem Geburtstag keine DVDs mehr kaufen. Aber ich konnte einfach nicht widerstehen. Mad Max – Fury Road habe ich schon vor ein paar Monaten im Kino gesehen, nachdem ich online viel positives Feedback gelesen hatte. Ich wurde nicht enttäuscht und bekam erstklassige Unterhaltung aus der Actionfilm-Sparte. Mir war klar, dass dieser Film nicht in meinem Regal fehlen darf.

Die Erde ist zu einem postapokalyptischen Ödland verkommen. Ohne motorisierten Untersatz ist ein Überleben in dieser Wüste nicht möglich. Einzelgänger Max Rockatansky wird zu Beginn des Films von den sogenannten War Boys überfallen und entführt. Die War Boys sind die Armee des Tyrannen Immortan Joe, der über eine künstlich erschaffene Oase herrscht. Gesunde Menschen sind die Ausnahme in dieser Zeit und Max wird als Blutspender für einen War Boy namens Nux gefangen gehalten. Dieser leidet, wie auch die restliche Bevölkerung der Oase, unter diversen Krankheiten. Trotz des Filmtitels ist die eigentliche Hauptfigur Furiosa, ein Imperator von Immortan Joe. Sie ist die Fahrerin einer der Lastwagen und wird damit beauftragt Sprit zu besorgen. Furiosa weicht jedoch von der Route ab und Immortan Joe muss feststellen, dass sie die Frauen aus seinem Harem befreit und mitgenommen hat. Joe und seine gesamten War Boys rücken aus und verfolgen den Lastwagen. Max wird an die Front von Nux‘ Wagen geschnallt und dient weiterhin als Blutspender. Ihm gelingt jedoch die Flucht und er schließt sich Furiosa an.

Im Großen und Ganzen ist dies der Hauptplot: Furiosa, Max und Co. auf der Flucht von Immortan Joe. Das ist aber auch völlig ausreichend, da die zahlreichen, unheimlich toll gemachten Actionszenen dafür sorgen, dass der Zuschauer auf der Sesselkante sitzt. Für mich muss ein guter Actionfilm keine überkomplizierte oder tiefschürfende Handlung haben. Meistens ist diese dann so hirnrissig, dass ich keinen Spaß mehr an der Action habe. Fury Road hat genau meinen Geschmack getroffen. Die Handlung ist simpel. Sicher gibt es die eine oder andere Logiklücke und einige Gegebenheiten werden nicht erläutert, aber ich fand das auch gar nicht notwendig. Der Fokus liegt auf der Action und den Fahrzeugen. Die zahlreichen Kampfsequenzen sind spannend, visuell gelungen und haben ein angenehmes Tempo. Man verliert nicht den Überblick über das Geschehen und sieht genau was passiert. Der Zuschauer lernt einen Teil der Charaktere gut genug kennen, um emotional in ihr Schicksal involviert zu sein. Vor allem Furiosa als Hauptfigur hat es mir angetan. Zum einen freue ich mich, weil sie eine Frau ist, zum anderen weil sie eine körperliche Behinderung hat und dennoch unheimlich kompetent ist. Sie ist eine sehr gute Kämpferin, Fahrerin und Schützin und hat trotz aller grausamen Umstände ihr gutes Herz bewahrt, ist aber auch bereit Opfer zu bringen. Charlize Theron verkörpert diese Rolle grandios und auch wenn Tom Hardy in ihrem Schatten als Nebendarsteller fungiert, macht gerade dieses Gespann den Film noch sehenswerter. Neben der ausgezeichneten Action, ist Furiosa der Hauptgrund warum mir der Film so gut gefallen hat. Des Weiteren zeigt Fury Road, dass ein von weiblichen Figuren dominierter Actionfilm der Action keinen Abbruch tut, nicht weiter überraschend, aber dennoch wunderbar anzusehen.

Wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, habe ich auch die Mad Max-Filme mit Mel Gibson geschaut. Das ist dann aber schon so lange her, dass ich nicht mehr sagen kann, ob mir die anderen Teile gefallen haben. Zumindest Fury Road hat mich schwer begeistert und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Georgia

Regisseur: George Miller
Filmtitel: Mad Max – Fury Road
Erscheinungsjahr: 2015

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