Alle Jahre wieder – unser weihnachtliches Filmvergnügen

© Foto: Inkunabel, 2015

© Foto: Inkunabel, 2015

Habt ihr auch alle schon euren Weihnachtsbaum geschmückt? Denn schließlich ist heute Heiligabend! Neben Plätzchen, Lebkuchen und Bescherung unterm hell erleuchteten Nadelbaum ist doch bestimmt noch Platz für ein paar weihnachtliche Filme. Letztes Jahr stellten wir euch unsere unverzichtbaren Weihnachtsklassiker vor, heute soll euch eine Mischung aus Kitsch und Action die Weihnachtstage versüßen. Und auch in diesem Jahr sind wir sehr gespannt von euch zu erfahren, was bei euch die nächsten Tage auf dem festlichen Filmplan steht!


 © Foto: Ilke, 2015

© Foto: Ilke, 2015

Tödliche Weihnachten, Renny Harlin, 1996

Seit einem Unfall vor einigen Jahren leidet Samantha Caine (Geena Davis) an Amnesie. Inzwischen hat sie es aufgegeben, nach ihrer Vergangenheit zu suchen. Lieber möchte sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter friedlich zusammenleben und wie jedes Jahr die Weihnachtszeit genießen. Alles scheint ganz normal, bis Samanthas Erinnerung nach einem Wildunfall langsam wieder auftaucht. Doch nicht nur das; auch lang vergessene Verhaltensweisen treten zutage. So sagt sie ihrer Tochter, deren Hand nach einem Eislaufsturz weh tut, dass diese sich nicht so anstellen soll; und beim Gemüse schnippeln kann sie plötzlich blitzschnell das Messer bewegen. Als sie dann auch noch zu Hause von einem alten Feind angegriffen wird, beschließt Samantha mehr über ihr altes Ich herauszufinden. Hilfe erhält sie von dem unkonventionellen Detektiv Mitch Hennessy (Samual L. Jackson). Es stellt sich heraus, dass Samantha eigentlich Charly Baltimore heißt und im Auftrag der Regierung Feinde ausschalten sollte. Diese Feinde dachten eigentlich, dass sie Charly getötet hätten. Schon bald werden diese wieder auf die ehemalige Agentin aufmerksam, machen erneut Jagd auf sie.

Tödliche Weihnachten ist ein gut inszenierter Actionfilm der alten Schule, der nicht nur ordentliche Action bietet, sondern auch einen wirklich durchdachten Plot. Geena Davis und Samual L. Jackson bilden ein starkes Duo und liefern eine super Performance ab. Zudem geizen sie nicht mit coolen und witzigen Sprüchen. Besonders gut hat mir die Wandlung von Samantha zu Charly gefallen; von der liebevollen Ehefrau zur eiskalten Killerin mit Herz. Wer sagt, dass Frauen keine knallharten Heldinnen abgeben können? Die Motivation und Handlungen der Agenten und Bösewichte waren allesamt nachvollziehbar. Dem Zuschauer wird eine unterhaltsame und temporeiche Mischung aus Spannung und Humor geboten – die stimmige Filmmusik rundet den Film ab.
Der Originaltitel The long kiss goodnight passt meiner Meinung nach sogar noch besser als der deutsche Filmtitel.

Ilke


© Foto: Karoline, 2015

Stirb langsam, John McTiernan, 1988

Das Weihnachtsfest, eine Zeit der Harmonie, der Besinnung – und der Geiselnahmen. Der Geiselnahmen? Ja, natürlich! Denn bietet sich nicht die betriebliche Weihnachtsfeier eines  Konzerns dazu an? Das dachte sich zumindest die Terrorclique um Jack Gruber (Alan Rickman) und überfällt mal eben ein millionenschweres Unternehmen in Los Angeles. Doch da haben die Gangster die Rechnung ohne John McClane (Bruce Willis) gemacht, seines Zeichens oberharter und obercooler Cop aus New York. Besuchen will er eigentlich nur seine Exfrau in spe, als diese von den Kriminellen festgehalten wird. Doch keine Panik, denn John ist da und mischt den Laden mal so richtig auf! Wenn nur diese dummen Großstadt-Polizisten und FBI-Agenten nicht wären …

Zugegeben, die Hauptthematik dieses Action-Klassikers ist nicht sehr weihnachtlich, doch gehört er unweigerlich in diese Zeit des Jahres. Denn kämpft John nicht herzergreifend um die Liebe seines Lebens, damit sie Weihnachten zusammen mit ihm und den gemeinsamen Kindern verbringen kann? Hach, da wird mir ganz warm ums Herz. Natürlich hat das auch ein klein wenig mit seinem sexy weißen (bald blutbesudelten) Unterhemd sowie mit der Action zu tun, die, wie ich finde, zeitlos ist. Auch nach fast 30 Jahren leide ich noch mit John und bin von seinen Improvisations- und Ballerkünsten stark beeindruckt. Was für mich diesen Film so besonders macht, sind die coolen Sprüche und die Authentizität. Die Motive der einzelnen Personen sind klar nachvollziehbar und auch wenn John einige Male sehr großes Glück hat, so finde ich die Stunts nicht unrealistisch. Das einzige, was unter den drei Jahrzehnten gelitten hat, ist die Filmmusik. Nicht so schlimm, denke ich mir da, es gibt doch diese musikalische Hommage der Guiz NiteDie Hard gehört momentan zu einem meiner Top-Ohrwürmer und wird gerne mal zu unpassenden Momenten von mir in die allgemeine Runde geschmettert. Denn: „No one dies harder than John McClane …“ *sing*

Karoline


© Foto: Georgia, 2015

Während du schliefst, Jon Turteltaub, 1995

Seit dem Tod ihres Vaters ist Lucy (Sandra Bullock) allein. An den Feiertagen ist sie meist auf Arbeit zu finden, im Ticketverkauf für eine Hochbahn. Das Highlight eines jeden Tages ist der attraktive Mann (Peter Gallagher), der immer an Lucys Stand vorbeikommt. An Weihnachten beobachtet sie, wie eben jener überfallen und auf die Gleise gestoßen wird. Sie rettet ihm das Leben. Der Mann – Peter – wird ohnmächtig ins Krankenhaus eingeliefert. Aufgrund eines Missverständnisses wird Lucy für Peters Verlobte gehalten. Bevor sie die Situation aufklären kann, ist sie quasi schon in Peters Familie integriert. Der kann auch nicht widersprechen, da er sich im Koma befindet.

Lucy versucht mehrmals die Wahrheit zu erzählen, aber jedes Mal ist sie von der Warmherzigkeit ihrer neuen Familie überwältigt und froh, nicht mehr einsam sein zu müssen. Zusätzlich kommt sie weiter in Bedrängnis, als sie Gefühle für Peters Bruder Jack (Bill Pullman) entwickelt. Jack kann anfangs nicht glauben, dass Lucy seine zukünftige Schwägerin sein soll. Sie ist so gar nicht Peters Typ. Als er sie näher kennenlernt und der Lüge ebenfalls Glauben schenkt, empfindet Jack etwas noch nie Dagewesenes: Er ist neidisch auf seinen Bruder.

Während du schliefst ist einer meiner ungeschlagenen Weihnachtsfavoriten. Der Film ist eine Romantikkomödie, die meiner Meinung nach nicht ins Kitschige abrutscht. Es fehlt an einigen Stellen an Realismus: Durch diverse Zufälle fliegt Lucys unfreiwilliger Schwindel nicht auf und die romantischen Gefühle zu Jack entwickeln sich mal so zwischen Weihnachten und Silvester. Aber das macht nichts. Lucy ist eine liebenswerte Träumerin, der ich abnehme, dass sie sich mehr schlecht als recht in diese Situation hineinmanövriert hat. Außerdem haben sie und Jack viele süße Szenen miteinander. Mir gefällt auch sehr, dass die Familie im Mittelpunkt steht. Es geht nicht darum, dass Lucy einen Mann braucht um glücklich zu sein. Ihr fehlt eine Familie und deswegen ist sie einsam. Ich bekomme immer ein gutes und flauschiges Gefühl, wenn ich den Film schaue und natürlich vergieße ich auch jedes Mal die obligatorischen Tränen.

Georgia


© Foto: Katrin, 2015

Das Wunder von Manhattan, Les Mayfield, 1994

Diese wunderbar kitschige Neuverfilmung des gleichnamigen Weihnachtsfilmes von 1947 hat mittlerweile selbst über 20 Jahre auf dem Buckel – und trotzdem finde ich sie jedes Jahr aufs Neue höchst charmant.

Als der traditionelle Weihnachtsumzug des Kaufhauses Cole auf dem Spiel steht, muss kurzerhand Kris Kringle (Richard Attenborough) als Ersatz für den Weihnachtsmann einspringen. Er macht seine Sache so gut, dass ihn das Kaufhaus einstellt. Dass er sich selbst als den echten Weihnachtsmann bezeichnet, scheint anfangs niemanden zu stören. Im Gegenteil: Kinder wie Eltern sind gleichermaßen begeistert von ihm. Nur die 8-jährige Susan (Mara Wilson), Tochter der Abteilungsleiterin Dorey Walker (Elizabeth Perkins), scheint er nicht von seiner Echtheit überzeugen zu können und lässt sich mit ihr auf eine Wette ein. Als die Zugkraft dieses Weihnachtsmannes die Umsätze eines rivalisierenden Kaufhauses zu bedrohen beginnt, ersinnt dessen Chef eine Intrige. Zum Entsetzen aller wird Kris Kringle festgenommen und soll aufgrund der eigenen Aussagen zu seiner Identität in die Psychiatrie eingewiesen zu werden. Sein Anwalt Bryan Bedford (Peter McDermott) steht nun vor der schwierigen Aufgabe, dessen Zurechnungsfähigkeit zu beweisen. Und plötzlich fragt sich der vorsitzende Richter genauso wie ganz New York: Glaube ich an den Weihnachtsmann?

Zugegeben, hier wird im Grunde kein Klischee ausgelassen: vom niedlichen, altklugen Mädchen, das gern an den Weihnachtsmann glauben will, über die liebevolle Karriere-Mutter, die ihrem Kind Enttäuschungen ersparen möchte, bis hin zum gütigen, humorvollen Santa, der einfach jeden überzeugt. Zu allem Überfluss bahnt sich auch noch eine Liebelei zwischen Dorey Walker und dem sexy Anwalt Bryan Bedford an. Aber was soll´s? Die Geschichte ist warmherzig und das Happy End garantiert. Zwar würde ich die Darsteller nicht als perfekt bezeichnen, doch symphatisch sind sie allemal. Insbesondere Richard Attenborough nimmt man den Weihnachtsmann definitiv ab, sodass ich ebenfalls voller Inbrunst ausrufen möchte: „I believe!“  Dieses Feel-Good-Movie sorgt für Weihnachtsstimmung sowie innere Flauschigkeit. Lasst euch also einfach anstecken!

Katrin

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