Schwere Geschütze, Superkräfte, Witz und Irrsinn

© Foto: Karoline, 2016

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Als letztes Jahr zur Comic Con der DeadpoolTrailer im Internet auftauchte, kannte meine Begeisterung kein Halten mehr. Seitdem saß ich wie auf glühenden Kohlen und wollte unbedingt diesen Film sehen. Ich meine, nach dem Deadpool aus X-Men Origins: Wolverine konnte es nur noch bergauf gehen. Der Film hat meine Erwartungen übertroffen und ich kann kaum in Worte fassen, wie genial ich Deadpool fand. Ich werde es trotzdem versuchen.

Wade Wilson (Ryan Reynolds) fristet sein Dasein als Kopfgeldjäger und kommt damit gut über die Runden. Er hat Kohle, ist frisch verliebt und das Leben könnte so schön sein. Natürlich kommt es, wie es kommen muss: Alles geht den Bach runter als diagnostiziert wird, dass Wade Krebs hat. Er lässt sich auf ein Experiment ein, welches den Krebs heilen und ihm Superkräfte verleihen soll. Das klappt auch insofern, dass er unglaubliche Regenerierungsfähigkeiten erhält, aber seine Haut ist nun furchtbar entstellt. Zudem stellt sich die Organisation, die an Wade herumexperimentiert hat, als ziemlich zwielichtig heraus. Er macht sich als Deadpool auf die Suche nach den Mitgliedern, damit diese seinen Körper wieder in den Ursprungszustand versetzen. Unterstützung erhält er dabei von zwei Mitgliedern der X-Men und diversen Sidekicks, beispielsweise seiner blinden WG-Mitbewohnerin.

Die Handlung ist ziemlich stringent und simpel. Hat man den Trailer gesehen, weiß man auch genau, um was es geht. Sehr positiv ist dabei, dass der Film nicht unnötig in die Länge gezogen wird, sondern ein angenehmes Erzähltempo hat. Die eigentlichen Pluspunkte sind jedoch die Actionszenen und der Humor. Es geht brutaler und blutiger zu als bei anderen Marvel-Filmen und die Witze sind auch zum Teil derber. Ich fand aber, dass alles noch in einem Rahmen war, der unterhalten hat und es nicht zu Ekel oder Fremdscham kam. Ich habe mich den ganzen Film über königlich amüsiert. Es gibt zahlreiche Popkulturreferenzen und Anspielungen auf die X-Men-Filme, das MCU, Green Lantern und vieles mehr. Genau wie im Comic durchbricht Deadpool an vielen Stellen die Vierte Wand und wendet sich direkt an den Zuschauer. Ich habe selten so viel bei Marvel gelacht. Aber nicht nur Deadpool, sondern auch die Nebencharaktere haben mich überzeugt. Das fängt an bei Wades Freundin Vanessa (Morena Baccarin), zieht sich über die X-Men Colossus und Negasonic Teenage Warhead und endet mit dem Taxifahrer, der zweifelhafte Tipps von Deadpool annimmt. Auch wenn es hauptsächlich sehr humorvoll zugeht, kommen doch auch ernstere Stellen vor und die Charaktere wirken nicht platt.

Obwohl ich auch ein großer Fan des MCUs bin, war es sehr angenehm einen Film zu sehen, der trotz Anspielungen größtenteils frei von dem Inhalt der anderen Marvel-Filme ist. Natürlich versteht man den ein oder anderen Witz besser, wenn man sich mit dem Franchise etwas auskennt. Trotzdem war es schön, dass man vorher nicht diverse andere Filme sehen musste, um die Handlung zu verstehen. Deadpool ist einfach anders und es lohnt sich auf jeden Fall diesen Film zu schauen. Am liebsten würde ich noch ein zweites Mal ins Kino gehen.

Georgia

Regisseur: Tim Miller
Filmtitel: Deadpool
Erscheinungsjahr: 2016

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2 Gedanken zu “Schwere Geschütze, Superkräfte, Witz und Irrsinn

  1. Florian schreibt:

    Wir haben Deadpool auch gesehen …. Es stimmt was Du schreibst: lustig, sarkastisch, anders. Die DVD von dem Film steht schon auf der Einkaufsliste 🙂

    • Georgia schreibt:

      Auf meiner auch^^ Ich will den Film unbedingt noch im Original schauen. Wobei sie die Wortwitze auch super in der deutschen Fassung rübergebracht haben.

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