Comeback eines Sitcom-Klassikers

© Foto: Georgia, 2016

© Foto: Georgia, 2016

Als ich den Trailer für das Sequel von Full House gesehen habe, wusste ich nicht so richtig was ich davon halten sollte. Auf der einen Seite fand ich es genial, dass eine meiner damals heiß geliebten Serien wieder auf den Bildschirm kommen sollte. Aber andererseits hatte ich auch Angst, dass die Serienmacher es total vergeigen. Lange Rede, kurzer Sinn: Die erste Staffel von Fuller House war noch nicht mal 24 Stunden auf Netflix, da habe ich sie schon komplett gesehen. Auch wenn sie nicht an das Original herankommt, so hat sie mich doch begeistert.

DJ Tanner ist frisch verwitwet und steht jetzt mit ihren drei Söhnen alleine da. Jedoch nicht für lange Zeit, denn ihre Familie springt in die Bresche. Eigentlich wollte ihr Vater Danny das Haus in dem sie aufgewachsen ist verkaufen, aber er überlässt es seiner Tochter und den Enkeln. Um DJ den Alltag zu erleichtern, ziehen kurzerhand ihre Schwester Stephanie und ihre Kindheitsfreundin Kimmy plus Tochter mit ein. Somit haben wir eine beinah identische Ausgangssituation wie seinerzeit in Full House. Damals wurde Danny von seinem Schwager Jesse und Kumpel Joey beim Großziehen der Töchter DJ, Stephanie und Michelle unterstützt. In Fuller House dreht es sich hauptsächlich um die nächste Generation und im Mittelpunkt stehen die aktuellen Bewohner des Familienhauses (siehe Artikelfoto). DJ ist Tierärztin und versucht nach dem Tod ihres Mannes wieder ins Leben zu finden. Stephanie ist ironischerweise ein internationaler DJ, womit es jetzt zwei DJ Tanners gibt und muss sich erstmal dran gewöhnen, dass Party machen jetzt an zweiter Stelle steht. Denn die Verantwortung für drei Minderjährige zu übernehmen ist ein Fulltime-Job. Kimmy ist frisch geschieden, manchmal ein Vorbild für ihre Tochter im Teenageralter und eine kreative Partyplanerin. So ganz muss Stephanie also nicht aufs Feiern verzichten, denn die Familienfeste der Tanners haben es in sich. Einzig Michelle kommt nicht in der Serie vor, sondern wird nur erwähnt, meistens durch Anspielungen auf die Olsen-Zwillinge. Der Rest der alten Truppe hat diverse Gastauftritte.

Zum Teil werden Handlungsstränge und Hauptkonflikte der einzelnen Folgen von Full House in dem Sequel nochmal aufgegriffen. Da lässt sich sicher nicht vermeiden, aber für die zweite Staffel wünsche ich mir bei Fuller House mehr Eigenständigkeit, wobei ich die Anspielungen auf damalige Geschehnisse nicht missen möchte. Teilweise sind mir auch einige Szenen zu kitschig. Nur weiß ich nicht genau, wie das damals im Original war. Vermutlich genauso, doch mittlerweile hat sich mein Geschmack auch verändert. Der absolute Pluspunkt ist für mich, dass die Besetzung übernommen wurde und ich werde es nicht müde die Gesichter von früher über den Bildschirm flimmern zu sehen. Fuller House ist eine der wenigen Serien, die ich auf Deutsch schaue, da auch die Synchronisatonsprecher dieselben geblieben sind. Darüber habe ich mich tierisch gefreut, das gibt so mir ein wunderbar nostalgisches Gefühl. Auch die neuen Charaktere gefallen mir. Das beginnt mit den Liebesinteressen der Hauptcharakterinnen, wie beispielsweise DJs sexy Kollegen und Kimmys dramatischen Ex-Mann, und endet mit den quirligen Kindern. Der Humor der Serie trifft sehr schön den Ton des Originals und konnte mich oft erheitern. Alles in allem hatte ich viel Spaß beim Schauen von Fuller House und warte gespannt auf die zweite Staffel.

Georgia

Erschaffen von: Jeff Franklin
Serientitel: Fuller House
Ausgestrahlt: seit 2016

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2 Gedanken zu “Comeback eines Sitcom-Klassikers

  1. Ilke schreibt:

    Mir gefällt neben den angesprochenen Dingen auch die Doppeldeutigkeit des Titels, da DJ ja den Nachnamen Fuller angenommen hat 🙂

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