Prüfung der Magierlehrlinge

© Foto: Georgia, 2016

© Foto: Georgia, 2016

Eigentlich bin ich eher ein Fan von Brettspielen, aber es gibt auch das eine oder andere Kartenspiel, das mich begeistern kann. Wizard befindet sich jetzt bestimmt schon seit acht oder neun Jahren in meinem Besitz. Es sieht inzwischen leicht abgewetzt aus, nichtsdestotrotz hole ich es immer wieder gern aus dem Schrank. Mittlerweile gibt es auch andere Versionen dieses Spiels, zum Beispiel Wizard Extreme, aber das Original gefällt mir am besten.

In Wizard geht es darum Stiche zu bekommen, also Spielrunden in einem Kartenspiel zu gewinnen. Die Regeln klingen erstmal ein wenig kompliziert, aber nach einer Warmlaufphase kommt man gut ins Spiel rein. Es gibt vier Farben, jeweils mit Punktwerten von Eins bis Dreizehn. Zusätzlich gibt es Karten mit Narren (null Punkte) und Zauberern (höchste Punktzahl). In der ersten Runde erhält jeder Spieler eine Karte, in der zweiten Runde zwei Karten und so geht es weiter bis in der finalen Runde alle Karten verteilt sind. Eine Runde endet, wenn alle Handkarten abgelegt wurden. Abwechselnd legt in einer Runde jeder Spieler eine Karte ab, der Startspieler wechselt von Runde zu Runde. Hat jeder Spieler eine Karte in die Mitte gelegt, ergibt das einen Stich. Wer den Stich erhält ist abhängig von den Farben und Punktwerten der gelegten Karten. Zu Beginn einer jeden Runde wird eine Karte aufdeckt. Die darauf zu sehende Farbe gibt den Trumpf vor. Der Spieler, welcher diese legt, erhält den Stich. Haben mehrere Spieler eine Trumpfkarte oder sogar gar keiner, dann geht es nach Punktwerten. Jetzt kommt das Interessante an Wizard. Ziel ist es nicht die meisten Stiche zu erhalten, sondern richtig zu tippen wie viele Stiche man erhält. Nach dem Austeilen der Karten und vor dem Legen dieser, muss jeder Spieler ansagen wie viele Stiche er zu bekommen glaubt. Es gibt Pluspunkte, wenn man richtig liegt und Minuspunkte wenn nicht. Dabei ist es egal, ob man mehr oder weniger Stiche erhält als angesagt. Sobald die zuvor angegebene Zahl nicht stimmt, hat man die Runde verloren.

Ein bisschen hat es was mit dem Blick in die Glaskugel zu tun, aber auch viel mit Wahrscheinlichkeiten und tatsächlich auch Strategie. Wobei ich aus Erfahrung sagen kann, dass mir meine Strategien oft zunichte gemacht werden. Das kann zu leichten Meinungsverschiedenheiten und wüsten Beschimpfungen führen, aber das empfinde ich als sehr spaßig. Ich finde das Spiel lässt sich am besten zu dritt spielen. Es kann dann zwar bis 60 Minuten und aufwärts dauern, aber das Stiche einschätzen funktioniert bei drei Spielern noch am besten. Aufgrund der längeren Spieldauer muss man dann auch Lust auf Wizard haben, da die Runden immer nach dem gleichen Schema ablaufen und das ermüdend sein kann. In der Ausstattung ist auch ein Block enthalten, auf dem die Stiche und Punkte vermerkt werden. Meiner ist noch lange nicht voll, es kann aber notfalls auch ein neuer einzeln gekauft werden (oder man kopiert sich die Tabelle). Von der Ausrüstung her ist Wizard also eher minimalistisch, aber ich habe bisher viel Freude daran gehabt. Durch das schnelle Gewinnen und Verlieren von Punkten, variiert die Punkteverteilung unter den Spielern sehr stark. Es bleibt bis zum Ende spannend wer denn nun gewinnen wird. Selbst wenn man öfter mit den gleichen Personen spielt, ist das Spielende offen. Es wird also nie langweilig. Daher kann ich euch das Spiel nur wärmstens empfehlen.

Georgia

Autor: Ken Fisher
Titel: Wizard, ab 10 Jahren
Verlag: Amigo

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2 Gedanken zu “Prüfung der Magierlehrlinge

  1. jaytiii schreibt:

    Wizard habe ich erst Gestern noch am See gespielt. Noch ein Vorteil von Kartenspielen: Man kann sie leicht überall mithin nehmen. 😉 Ein absolut tolles Spiel!

    • Georgia schreibt:

      Entschuldige, jetzt habe ich deinen Kommentar ja eine Ewigkeit übersehen. Das find ich auch praktisch an Kartenspielen. Wobei ich Probleme bekommen mit mehreren Karten auf der Hand die Stiche einzutragen 😀

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