Wahnwitzige Spionage in den 60ern

© Foto: Georgia, 2016

© Foto: Georgia, 2016

Als ich letztes Jahr den Trailer zu Codename U.N.C.L.E. gesehen habe, fand ich die Filmidee ziemlich albern. Später habe ich aber viel Gutes über den Film gehört und gelesen. So hat sich die DVD in mein Regal verirrt. Im Nachhinein habe ich es bereut nicht ins Kino gegangen zu sein. Der Film ist eine wunderbare Mischung aus Witz, Action, guter Musik und tollen Schauspielern.

Napoleon Solo (Henry Cavill) ist ein ehemaliger Kunstdieb, der das Jobangebot der CIA angenommen hat, um nicht in den Knast zu müssen. Nun ist er einer ihrer Top-Agenten und hat den Auftrag KFZ-Mechanikerin Gaby Teller (Alicia Vikander) aus Ostdeutschland herauszuholen. Sie ist die Tochter eines Wissenschaftlers für Waffentechnologie, der vor kurzem verschwunden ist. Es wird vermutet, dass ihr Vater von Kriminellen entführt wurde, um eine Atombombe zu bauen. Gaby soll dabei helfen ihn ausfindig zu machen. Aber nicht nur der CIA hat von der gefährlichen Waffe Wind bekommen. Auch der KGB hat einen seiner Spitzen-Agenten auf die Sache angesetzt: Illya Kuryakin (Armie Hammer). Es kommt zu einem ersten Kräftemessen zwischen Napoleon und Illya, aka eine Verfolgungsjagd von einem Wartburg und einem Trabi. Kurz darauf werden beide Spione davon in Kenntnis gesetzt, dass sich CIA und KGB zusammentun, um die Kriminellen auszuschalten und den Bau der Bombe zu verhindern. Von nun an müssen die Herren gemeinsam an einem Strang ziehen und machen sich mit Gaby auf die Suche nach ihrem Vater.

Die Chemie zwischen diesem Trio ist einer der zahlreichen Pluspunkte des Films. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, als ich drei äußerst attraktive Menschen dabei beobachtete, wie sie sich schlagen, anzicken und dann doch wieder aufeinander Acht geben. Obwohl es eine Actionkomödie ist, bleibt die Handlung immer intelligent und spannend, da man bei Spionen nie weiß wem man trauen kann und wer noch weitere Ziele verfolgt. Die Dialoge und trockene Situationskomik sorgen für eine humorvolle Stimmung und haben mich oft zum hysterischen Kichern gebracht, vor allem die zweideutigen Wortspiele haben es mir angetan. Ein besonderes Highlight ist es immer, wenn Napoleon und Illya versuchen einander mit ihrer Agentenausrüstung auszustechen oder wenn Gaby zeigt, dass sie nicht zwangsläufig auf die Hilfe ihrer männlichen Begleiter angewiesen ist. Unterm Strich sind sie drei sarkastische, manipulative, kompetente Charmebolzen, die man einfach lieben muss. Untermalt wird das Ganze von gut gewählter Filmmusik, die die Stimmung meist so auflockert, dass die Verfolgungsjagden nicht nur spannend, sondern auch amüsant sind. Am liebsten mochte ich die Kombination von Breaking out und der Szene als Napoleon und Illya mit einem Motorboot vor den Feinden fliehen.

Codename U.N.C.L.E. liefert die perfekte Mischung zwischen Komödie, Action- und Spionagefilm. Die fantastischen Charaktere und passende Musik runden das Ganze ab. Ich kann diesen Film nicht genug beweihräuchern und hoffe sehnlichst auf einen zweiten Teil oder gleich auf eine Serie. Die Filmvorlage stammt nämlich von der Agentenserie Solo für O.N.C.E.L. aus den 60ern. Diese Serienidee sollte durchaus wieder aufgegriffen werden.

Georgia

Regisseur: Guy Ritchie
Filmtitel: Codename U.N.C.L.E.
Erscheinungsjahr: 2015

Advertisements

4 Gedanken zu “Wahnwitzige Spionage in den 60ern

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s