Wandlung vom Arzt zum Magier

© Filmplakat: Marvel Studios, 2016

© Filmplakat: Marvel Studios, 2016

Bereits als ich den ersten Trailer sah, konnte ich nicht abwarten bis der Film in die Kinos kommt. Letzte Woche war es endlich soweit. Ohne Vorkenntnis der Comicreihe und mit hohen Erwartungen schaute ich mir Doctor Strange an.

Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) ist ein begabter Neurochirurg, der als Arzt seine Berufung gefunden hat. Durch einen schweren Autounfall werden seine Hände so stark verletzt, dass er nicht mehr operieren kann und eine vollständige Wiederherstellung ausgeschlossen scheint. Der Chirurg kann dies jedoch nicht akzeptieren und sucht wie besessen nach einer Lösung. Als er von einem ehemaligen Patienten erfährt, der nach einem ebenso schweren Unfall entgegen aller Erwartung wieder gehen kann, sucht er diesen auf. Er erzählt im daraufhin von Karmar Taj, einem Ort in Kathmandu, wo er geheilt wurde. Doctor Strange macht sich sofort auf die Suche danach und wird von dem Bibliothekar Mordo zur Ältesten gebracht. Der Mediziner sucht eine alternative Heilmethode und ist zunächst skeptisch gegenüber dem, was er erfährt, schließlich haben Magie und mehrere Dimensionen keinen Platz in seiner rationalen Weltanschauung. Als die Älteste seinen Astralkörper auf eine Reise schickt kann sie ihn überzeugen. Aufgrund seines Starrsinns und seiner Arroganz lässt sie ihn zunächst hinauswerfen; schließlich hatte sie bereits schon einmal einen ähnlichen Schüler, der sich später gegen sie wandte. Strange harrt so lange vor der Tür aus, bis die Älteste ihn, auf Anraten von Mordo,  wieder hereinlässt. Schnell lernt er die Kunst der Magie und wendet schon bald Techniken an, die als verboten gelten und wodurch er beinahe das Zeitgefüge zerstört. Daraufhin weihen ihn die Älteste und Mordo in die eigentlich Aufgabe des Ordens ein: den Schutz des Planeten vor dunklen Wesen mit Hilfe von drei Tempeln. Der ehemalige Schüler Kaecilius jedoch nutzt die erlernten Techniken, um mit Dormammu, der eine Art Manifestation einer dunklen Dimension ist, die alles Leben aufsaugt, in Kontakt zu treten und seine Macht nutzen zu können. Kurz darauf erfolgt ein Angriff von Kaecilius und seinen Jüngern auf den Londoner Tempel.

Meine hohen Erwartungen an den Film wurden voll und ganz erfüllt. Dies liegt vor allem an der schauspielerischen Leistung. Benedict Cumberbatch verkörpert den ehrgeizigen und arroganten Doctor Strange hervorragend, ohne ihn unsympathisch wirken zu lassen. Der Film wartet zudem mit Starbesetzung auf: Tilda Swinten als Älteste und Mads Mikkelsen als Kaecilius und Rachel McAdams als Stranges ehemalige Kollegin und Geliebte Christine Palmer. Neben all der Action kommt auch der Humor nicht zu kurz.

Die visuellen Effekte haben es in sich. Dank der Comicvorlage konnte man sich richtig austoben. Magische Lichtkreise und Waffen sind da nur der Anfang. Orte können nach Belieben verändert, Wände, Böden und sogar ganze Stadtteile verschoben und gedreht werden. Wem bei Inception schon duselig wurde kann sich bei Doctor Strange warm anziehen. Manch einem wird sicher schwinkelig werden; dass der Film hauptsächlich in 3D ausgestrahlt wird verstärkt den Effekt noch. Staunend saß ich im Kinosessel und wusste nicht, wo ich zuerst hinsehen soll. Sogar der Umhang den ich bei Superhelden sonst immer unpraktisch finde, ist hier etwas besonderes.

Doctor Strange ist kein klassischer Superheldenfilm, was mir jedoch sehr gefällt. Er ist skurril, witzig und spannend. Da ich die Comics nicht kenne habe ich auch keine Vergleichsmöglichkeit und nichts zu meckern. Die Story finde ich schlüssig und spannend, nur das war ein etwas konstruiert, was aber nicht sehr stört. Doctor Strange ist ein bisschen so, als würde man in einem Kaleidoskop stehen und um einen herum findet ein Kampf statt.

Ilke

Regisseur: Scott Derrickson
Filmtitel: Doctor Strange
Erscheinungsjahr: 2016

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