Mein Soundtrack: Come and rock me, Amadeus!

© Foto: Karoline, 2017

Kein Wunder, dass ich Filmen mit guter Musik verfallen bin. Meine Eltern haben von Anfang an gute Arbeit geleistet. Da es bekanntlich die Vielfalt macht, bekam ich auch mal die Klassiker zu hören und zu sehen, in diesem Fall in Form von Amadeus. Wie oft ich diesen Streifen gesehen habe, kann ich gar nicht mehr zusammenzählen, doch auch nach all den Jahren kann mich dieser monumentale Film begeistern.

Der Komponist Antonio Salieri ist ein alter Mann, als er aufgrund eines versuchten Suizids in die Irrenanstalt gebracht wird. Ein Priester soll ihm dort die Beichte abnehmen und erfährt dabei von der tragischen Hassliebe zwischen seinem Schäfchen und einem gewissen Herrn Mozart. Denn die Bekanntschaft der beiden Komponisten stand bereits zu Beginn unter keinem guten Stern. Wolfgang Amadeus Mozart war eindeutig ein Genie und seinen Kollegen am Wiener Hofe haushoch überlegen. Doch einzig Salieri sah dieses Talent in seinem vollen Ausmaß und verzweifelte darüber, dass Gott einen solchen Rüpel so reich beschenkte und ihn daneben verblassen ließ. Durch eine gemeine Intrige möchte er ein kleines Stück von Mozarts Ruhm erheischen, doch Gott steht nicht auf seiner Seite.

Mittlerweile gibt es genug Verweise und Artikel zu der zweifelhaften historischen Korrektheit von Amadeus. Ob sich Salieri und Mozart wirklich gehasst haben oder ein freundschaftliches Verhältnis pflegten, wird wohl niemand mehr herausfinden. Was bleibt ist jedoch die Musik. Wunderbar werden die Höhepunkte in Mozarts Karriere dargestellt, wie Die Entführung aus dem Serail, Die Hochzeit des Figaro, Don Giovanni oder Die Zauberflöte. Verkörpert wird das schrille, exzentrische Genie von Tom Hulce, der aufgrund seiner brillanten Darbietung für mich immer der einzig wahre Mozart sein wird. Die Oscars jedoch räumte F. Murray Abraham für seine leidenschaftliche Interpretation von Salieri ab. Nominiert für den Oscar als bester Hauptdarsteller sind 1985 beide gewesen, auch eine Seltenheit. Darüber hinaus gingen die Oscars für den besten Film, die beste Regie, das beste Szenenbild, das beste Kostümdesign, das beste Make-Up, der beste Ton sowie das beste adaptierte Drehbuch an Amadeus, ein wahrer Abräumer!

Historische Korrektheit hin oder her – Diese Leidenschaft, die Mozart und Salieri für ihre Musik hegten, findet sich in jeder einzelnen Minute dieses zeitlosen Klassikers wieder. Trotz seiner über 30 Jahre auf dem Buckel leide ich von Anfang bis Ende mit beiden Komponisten, summe freudig die wunderschönen Melodien mit und bin tief bewegt über den tragischen Tod Mozarts.

Karoline

Regisseur: Miloš Forman
Filmtitel: Amadeus
Erscheinungsjahr: 1984

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