Von japanischen Kaisern und ihren gefräßigen Pandas

© Foto: Georgia, 2017

Ich bin ein großer Fan davon, das zu verschenken, was mir selbst gut gefällt. Gesellschaftsspiele haben den Vorteil, dass man höchstwahrscheinlich in den Genuss kommt das Geschenkte auszuprobieren. An Takenoko hatten daher sowohl meine Freunde, als auch ich viel Spaß. Neben der süßen Aufmachung ist es recht spannend und kurzweilig. Zudem ist jede Partie ein bisschen anders, da viel auf dem Zufallsprinzip beruht.

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, bauen die Spieler gemeinsam einen Garten für den Panda des Kaisers. Dieser Garten besteht aus Bambusfeldern in drei Farben: Grün, Gelb und Pink. Um den Bambus zum Wachsen zu bringen, muss das Feld bewässert sein. Weiterhin muss die Gärtnerfigur auf dem Feld landen, damit der Bambus um einen Teil aufgestockt wird. Wenn jedoch der Panda auf einem der Felder steht, frisst er ein Bambusteil, welches der Spieler erhält, der die Figur gesetzt hat. Ziel ist es die meisten Punkte zu erhalten. Punkte werden durch abgeschlossene Aufgaben gesammelt. Es gibt drei Varianten von Aufgabenkarten: Entweder wird eine bestimmte Form der gelegten Felder verlangt, eine gewisse Anzahl von gefressenen Bambusteilen einer Farbe oder von gewachsenen Bambusteilen auf einem Feld. Die erfüllten Aufgabenkarten werden abgelegt und je nach Mitspielerzahl ist das Spiel vorbei, wenn der Erste die erforderliche Menge an Aufgaben erfolgreich beendet hat.

Ist ein Spieler am Zug, dürfen zwei Aktionen durchgeführt werden. Dazu gehören beispielsweise das Setzen von Gärtner oder Panda, das Legen eines neuen Feldes oder das Ziehen einer neuen Aufgabenkarte. Bevor diese getätigt werden, würfelt der aktive Spieler die Wetterbedingungen für seinen Zug. Jede Wettervariante steht für eine gesonderte Aktion, die man zusätzlich zu seinen zwei zur Verfügung hat. Das waren erstmal die kurzgefassten Regeln. Wenn ihr zusätzlich einen detaillierten Einblick wollt, gibt es die komplette Spielanleitung auch online.

Dadurch, dass jeder immer unterschiedliche Aufgaben zieht und Glück beim Würfeln des Wetters sowie beim Ziehen der Felder braucht, variiert das Spielen von Takenoko jedes Mal eine wenig. So kann auch mehrmals hintereinander gespielt werden, ohne das Langeweile auftritt. Da ich eher ein Freund von hübschen Spielbrettern bin, hat mich die liebevolle Aufmachung voll überzeugt. Außerdem gefällt mir gut, dass alle zusammen das Spielfeld legen und teilweise von den Zügen der Mitspieler profitieren. Natürlich kann man sich gegenseitig dadurch das Leben schwermachen – aber mal ehrlich, das ist manchmal der halbe Spaß. Takenoko ist schön anzusehen, erheiternd und abwechslungsreich, drei große Pluspunkte. Auf der einen Seite ist es schade, dass es maximal zu viert gespielt werden kann. Andererseits ist es dadurch recht temporeich, was wiederum Langeweile verhindert.

Selbst wenn ihr das Grundspiel mal überhaben solltet, gibt es die knuffige Erweiterung Takenoko Chibis. Diese bringt zum einen die Panda-Dame ins Spiel, wodurch jeder Panda-Kinder mit zusätzlichen Aktionen erhalten kann. Zum anderen gibt es neue Bambusfelder, die besonderen Funktionen haben. Die Felder und Kinder machen das Ganze nochmal interessanter und spannender. Zudem ist die Erweiterung recht unkompliziert und die grundlegende Spielidee bleibt erhalten. Alles in allem waren Takenoko und Erweiterung ein echter Glücksgriff und ich bin leicht süchtig danach. Den Spielerfreunden unter euch kann ich es nur empfehlen.

Georgia

Autor: Antoine Bauza
Titel: Takenoko
Verlag: Pegasus Spiele

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