Back to the roots

© Foto: Markus, 2017

Wer bereits frühere Kritiken von mir gelesen hat, der weiß von meiner Begeisterung für die typischen Jugendfilme bzw. -bücher aus den 1980er-Jahren, wie z.B. E.T. – Der Außerirdische, Stand by me – Das Geheimnis eines Sommers oder auch ES. Die Netflix-Serie Stranger Things bedient sich der Elemente dieser Werke und ruft vor allem eines hervor: jede Menge Nostalgie.

Indiana, November 1983: die vier Außenseiter Mike, Dustin, Lucas und Will sind eine eingeschworene Gemeinschaft und wohnen in der beschaulichen Kleinstadt Hawkins. Das Schlimmste, das dort in den letzten Jahren passiert ist, war eine Eule, die eine Bewohnerin angegriffen hat. Doch eines Tages verschwindet Will auf mysteriöse Art und Weise. Während sich seine alleinerziehende Mutter verzweifelt an den Sheriff der Stadt wendet, begeben sich Mike, Dustin und Lucas auf die Suche nach Will. Im Wald treffen sie auf ein verstörtes Mädchen mit übernatürlichen Fähigkeiten, das mehr über das Verschwinden von Will zu wissen scheint. Gemeinsam mit dem Mädchen, das sie Elfie taufen, begeben sie sich auf die Suche nach ihm und kommen mysteriösen Geschehnissen auf die Spur. Erst zu spät wird ihnen klar, dass Elfie aus einem Wissenschaftslabor entkommen ist und von der Regierung gejagt wird …

Als im Juli 2016 die in acht Folgen gegliederte Mystery-Serie Stranger Things auf Netflix erschienen ist, hat die Serie innerhalb von nur wenigen Tagen einen riesigen Hype ausgelöst. So beinhaltet die Serie doch das, mit dem viele Zuschauer in ihrer Kindheit aufgewachsenen sind. Und tatsächlich wirkte die Serie auf mich tatsächlich wie ein Remix klassischer Jugend-/Abenteuerfilme aus den 80ern. Die Serie macht aber auch keinen Hehl daraus und übernimmt viele klassische Szenen sogar fast eins zu eins von bekannten Filmen. Zum Beispiel fliehen die Jugendlichen in einer Szene auf Fahrrädern vor den Wissenschaftlern, wie es ca. 25 Jahre zuvor Elliot mit seinen Freunden im Klassiker E.T. – Der Außerirdische gemacht hat. Hinzu kommen bekannte und von Fans geliebte Elemente wie Kinder, die in einer Kleinstadt mit übernatürlichen Ereignissen konfrontiert werden, eine spannende Hintergrundgeschichte sowie der typische „Retrolook“ der 1980er Jahre, der bei der Mode anfängt und dem gesamten Szenenbild aufhört. Da das Ganze aber mit viel Liebe zum Detail gemacht wurde und es die Serienmacher stellenweise trotzdem noch schaffen, einige neue Elemente einzubringen, kann ich über die fehlende Originalität hinwegsehen.

Einen weiteren großen Reiz macht die Musikauswahl aus. Neben den aus den klassischen Filmen bekannten Oldies sind das Intro sowie einzelne Szenen von einem vibrierenden Synthie-Soundtrack unterlegt, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber einen guten Kontrast zu der typischen Wohlfühl-Musik schafft.

Die jungen Darsteller machen ihre Sache durchweg gut und auch David Harbour spielt den Sheriff Jim Hopper sehr überzeugend. Nur Winona Ryder als Wills Mutter ging mir persönlich mit ihrer hysterischen Spielweise leicht auf die Nerven.

Insgesamt handelt es sich bei Stranger Things um eine wunderbare Hommage an die alten 80er Jahre Filme, die Fans einen Nostalgie-Überschuss gibt. Da ist es auch zu verschmerzen, dass der Antagonist etwas eindimensional wirkt und neue, frische Ideen etwas rar gesät sind. Und ja, auch ich muss zugeben, dass mich die Serie mit seiner einfachen Formel, Erinnerungen an die Jugend zu wecken, gepackt hat. Da die erste Staffel mit einem Cliffhanger endet, freue ich mich umso mehr auf die zweite Staffel, die im Oktober 2017 auf Netflix erscheinen soll.

Markus

Erschaffen von: Matt Duffer, Ross Duffer
Serientitel: Stranger Things
Ausgestrahlt: ab 2016


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