Einer für alle, alle für einen: Die Monster greifen an!

© Foto: Georgia, 2017

Seit ich mir (dank Tabletop) angeschaut habe, was es so alles für kooperative Gesellschaftsspiele gibt, bin ich ganz heiß darauf sie zu testen. Das erste Spiel dieser Machart, das ich mir selbst gekauft habe, ist Castle Panic und ich bin schwer begeistert. Die Grundidee ist wunderbar einfach. Durch das Zufallsprinzip und verschiedene Spielvarianten bleibt es dennoch immer spannend. Castle Panic hat eine Sucht in mir ausgelöst.

Das Spielprinzip beruht darauf, dass alle Spieler gemeinsam die Burg vor den Monstern aus dem Wald verteidigen. Die Burg besteht aus sechs Türmen und sechs Mauern. Die Spieler haben verloren, wenn alle Türme zerstört werden. Wenn ein Monster in den Burgring gelangt und auf eine Mauer oder einen Turm trifft, fallen diese. Es gibt drei Arten von Monstern, die sich hinsichtlich ihrer Lebenspunkte unterscheiden: Kobolde (1 Lebenspunkt), Orks (2 Lebenspunkte) und Trolle (3 Lebenspunkte). Sie werden auf Markern dargestellt, welche sich pro Runde näher zur Burg bewegen. Um aus dem Wald zur Burg zu gelangen, müssen die Monster drei Ringe durchqueren: Bogenschützen-, Ritter- und Schwertkämpferring. Diese haben unterschiedliche Farben (Grün, Blau, Rot). Der aktive Spieler kann angreifenden Monstern einen Lebenspunkt rauben, wenn er Handkarten in der entsprechenden Farbe und Ringposition auf der Hand hat. Befindet sich beispielsweise ein Kobold im grünen Bogenschützenring, braucht man eine grüne Bogenschützenkarte, um den Kobold einen Lebenspunkt abzuziehen und ihn dadurch zu töten. Besiegte Monster werden vom Spielfeld entfernt. Die Spieler haben gewonnen, wenn alle Monstermarker vernichtet werden.

Ist man an der Reihe, besteht ein Zug aus folgenden Handlungen: Zunächst werden so viele Karten nachgezogen, bis man die geforderte Anzahl auf der Hand hat. Danach können Handkarten mit Mitspielern bzw. dem Nachziehstapel getauscht und anschließend alle möglichen Karten ausgespielt werden. Zum Schluss werden zwei neue Marker gezogen und ausgewürfelt von wo die Monster angreifen. Alle Monster auf dem Spielfeld müssen sich weiterhin um ein Feld näher zur Burg bewegen. Sowohl die gezogenen Karten als auch die Marker können besondere Funktionen haben. Beispielsweise gibt es eine Karte, die ein Monster zurück in den Wald treibt. So existieren aber auch Marker, die fordern, dass mehr als die üblichen zwei Stück gezogen und auf das Feld gebracht werden.

Im ersten Moment mögen die Regeln kompliziert klingen. Einmal gespielt sind sie aber ganz einfach. Da sich der Spielverlauf stark danach richtet wie viel Glück oder Unglück man beim Ziehen der Handkarten und Monstermarker hat, ist kein Spiel gleich. Besonders schön ist es, sich gemeinsam eine Strategie zu überlegen und durch Beratung quasi in jedem Zug aktiv zu sein, auch wenn man selbst gerade nicht an der Reihe ist. Mir gefällt auch, dass es verschiedene Varianten gibt. So kann das Spiel erschwert oder vereinfacht werden. Man hat die Möglichkeit es allein als Solitärspiel zu verwenden oder alle gegen einen auszuspielen bei der Variante Herr der Monster. Bisher habe ich Castle Panic nur zu zweit und alleine getestet. Mit meiner Schwester hatten wir schnell den Dreh raus und immer gewonnen, wodurch wir zur schwierigeren Version übergegangen sind, die wir auch meist schaffen. Andererseits gewinne ich die schwierige Variante selten alleine. Ich bin total begeistert von Castle Panic und will es unheimlich gern mit mehr Spielern ausprobieren bzw. auch mal Herr der Monster sein.

Georgia

Autor: Justin De Witt
Titel: Castle Panic
Verlag: Pegasus Spiele

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