Empfohlene Lektüre für junge Hexen und Zauberer

© Foto: Georgia, 2017

Ihr habt bestimmt schon bemerkt, dass ich ein großer Harry-Potter-Fan bin, nachdem ich über die Reihe und das Theaterstück geschwärmt habe. Doch noch habe ich nicht genug. Neulich sind mir in meinem Bücherregal zwei der Begleitbände ins Auge gesprungen, die ebenso eine Rezension verdient haben. Joanne K. Rowling schafft es zauberhaften Märchen und einem Lexikon über magische Tierwesen ihren ganz eigenen Charme zu verleihen und mich wie immer zu begeistern.

Die Märchen von Beedle dem Barden kennt ihr vielleicht schon aus Harry Potter und die Heiligtümer des Todes. Wie der Name bereits verrät, handelt es sich um ein Märchenbuch, das für junge Hexen und Zauberer gedacht ist. Fünf Geschichten sind darin niedergeschrieben. Das Märchen von den drei Brüdern kommt am Ende des Bandes und gibt Aufschluss darüber, was genau die Heiligtümer des Todes sind und wo sie angeblich ihren Ursprung haben. Es ist die kürzeste Geschichte in dem Buch, aber auch die, die mir am besten gefällt, da sie zum einen recht düster ist und zum anderen eine tiefschürfende Moral hat. Auch die anderen vier Geschichten haben ihren Reiz. Rowling beweist einmal mehr ihre Kreativität indem sie Erzählungen schafft, die Parallelen mit „unseren“ Märchen haben und trotzdem originell bleiben. Ebenso wie in den Originalversionen der Gebrüder Grimm, gibt es bei Rowling in Des Hexers haariges Herz auch mal ein brutaleres Ende. Mir gefällt besonders gut, dass am Ende jeder Geschichte ein Nachwort von Professor Dumbledore folgt. Er geht auf die enthaltene Moral ein und bringt auch gerne mal humorvolle Anekdoten an, wie beispielsweise eine Märchen-Schulaufführung in Hogwarts, die in einem flammenden Chaos endete. Dumbledore hatte bereits in der eigentlichen Harry-Potter-Reihe die besten Zitate. Das zieht sich so auch in den Nachwörtern durch, mit solchen Perlen:

Zu verletzen ist so menschlich, wie zu atmen.

J.K. Rowling, Die Märchen von Beedle dem Barden, S.56

Nach der fast noch aktuellen Verfilmung von Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ist vielen auch dieser Titel ein Begriff. Das eigentliche Buch ist ein Lexikon, in dem wir mehr über magische Wesen erfahren, als in der Reihe verraten wird. Es beginnt mit einer Einführung zum Thema Tierwesen, die bereits sehr aufschlussreich ist und geht dann direkt in den Lexikonteil über. Auch hier sprüht Rowling nur so vor Kreativität. Natürlich orientiert sie sich an bereits „existierenden“ Fabelwesen, aber verleiht ihnen dabei ihre individuelle Note. Bei meinen Eltern müsste noch die erste Ausgabe stehen. Der eigentliche Besitzer war Harry Potter und so waren im Buch verschiedene Anmerkungen von ihm, Ron und Hermine zu finden. Diese fehlen in der aktuellen Ausgabe, dafür gibt es neue Inhalte, die Verknüpfungen zu der Verfilmung schaffen, wie beispielsweise Bemerkungen zu der amerikanischen Magieschule Ilvermorny und dem Zaubereisministerium MACUSA. Beide Bände haben somit ihren ganz eigenen Reiz (auch wenn die ältere Version nur noch zu horrenden Preisen zu ergattern ist). Zudem gibt es auch witzige Bemerkungen zu unseren Mythen:

Unterdessen entwischt der weltgrößte Kelpie in Loch Ness immer wieder der Gefangennahme und scheint überdies einen ausgesprochenen Publicity-Hunger entwickelt zu haben.

J.K. Rowling, Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, S. XXIX

Die Märchen von Beedle dem Barden und Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind ziehen mich immer wieder aufs Neue in den Harry-Potter-Bann und ich tauche ein in eine weitläufige und liebenswerte Welt. Die Vorworte, Anmerkungen und Fußnoten geben dem Fiktiven einen fast realen Charakter, als würde diese Welt tatsächlich existieren und uns Muggeln wurden diese Bücher als Einblick zur Verfügung gestellt. Vielleicht sind sie doch ein wenig magisch. Ich kann sie euch nur empfehlen und werde bestimmt auch mal ein Samstagshäppchen zu Quidditch im Wandel der Zeiten folgen lassen.

Georgia

Autor: Joanne K. Rowling
Buchtitel: Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind, Die Märchen von Beedle dem Barden
Übersetzung: Aus dem Englischen von Klaus Fritz
Verlag: Carlsen

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2 Gedanken zu “Empfohlene Lektüre für junge Hexen und Zauberer

  1. Bettina schreibt:

    Ich erinnere mich noch genau daran zwischen dem Erscheinen der Harry Potter Bände „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ und „Quidditch im Wandel der Zeiten“ in der Bibliothek aufgestöbert zu haben. Das habe ich dann gemeinsam mit einem Harry Potter Lexikon zur Überbrückung genutzt. Diese erste Ausgabe von „Fantastische Tierwesen“ war, wenn ich mich recht entsinne, doch sogar zu Gunsten einer wohltätigen Organisation …
    In so etwas ist Rowling ja einfach klasse! Vielleicht gibt es ja irgendwann auch mal die Geschichten auf Pottermore in Buchform.

    • Georgia schreibt:

      Sehr schön. Alle drei Zusatzbände wurde neu aufgelegt und die Erlöse werden wieder gespendet. Die neue Auflage von Quidditch im Wandel der Zeiten steht jetzt auch im Regal : D

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