Er liebt es, wenn ein Plan funktioniert

© Foto: Georgia, 2017

Aus purer Langeweile habe ich mir vor einiger Zeit den Film Das A-Team angeschaut. Übermäßig begeistert war ich nicht, aber es gab so viele Verknüpfungen zur gleichnamigen Serie, dass ich doch Spaß hatte. Dadurch habe ich auch große Lust bekommen die Serie mal wieder zu sehen. Mittlerweile bin ich in der Mitte der zweiten Staffel angelangt und fühle mich gut unterhalten und nostalgisch. Der perfekte Zeitpunkt für einen Artikel…

Das A-Team ist eine Gruppe ehemaliger Soldaten einer Sondereinheit, denen ein Verbrechen zu Zeiten des Vietnamkrieges in die Schuhe geschoben wurde. Sie befinden sich auf ständiger Flucht vor der Militärpolizei. Nebenbei setzen sie ihre Fähigkeiten und Ausrüstung ein, um anderen Menschen aus allerlei Notlagen zu helfen. Eigentlich tun sie das gegen Bezahlung, denn irgendwie muss man ja über die Runden kommen. Aber wenn Not am Mann ist, springen sie auch unbezahlt ein (im Grunde sind sie eben einfach die netten Kerle von nebenan). Meistens werden ihre Auftraggeber von Verbrechern terrorisiert und die Polizei kann oder will nicht weiterhelfen. Dann rollt der schwarz-rote Van ein und die Jungs nehmen die Sache selbst in die Hand.

Colonel John „Hannibal“ Smith ist der Anführer des Teams. Er ist ein echter Draufgänger, der gerne in Verkleidungen schlüpft und immer einen witzigen Spruch auf den Lippen hat. Seine Strategien schwanken zwischen Genie und Wahnsinn und gehen am Ende immer auf. Sein First Lieutenant Templeton „Face“ Peck ist quasi Prince Charming und übernimmt den Part des Ausrüstungsbeschaffers. Da er außerdem ein unheimlich guter Schauspieler ist, sorgt er immer für eine gute Tarnung, damit niemand dem A-Team auf die Schliche kommt. Master Sergeant B. A. Baracus (Mr. T) ist Mechaniker und somit ein integraler Part, wenn es darum geht improvisierte Waffen zu bauen. Zeitgleich bringt er die nötige Muskelmasse mit für den Fall, dass die Kämpfe mit den Fäusten ausgetragen werden. Schlussendlich gibt es noch den Piloten Captain „Howling Mad“ Murdock. Seit dem Vietnamkrieg gilt er angeblich als geisteskrank und muss vor jedem Auftrag erstmal aus einer Nervenheilanstalt entführt werden. Mit seinen ständig wechselnden Wahnvorstellungen sorgt er für viel Humor. Da B.A. an Flugangst leidet, ist ihm der verrückte Pilot oft unsympathisch.

Die Serie ist wunderbar kurzweilig. Jede Episode folgt einem festen Schema: Das A-Team erhält einen Auftrag, Murdock wird aus der Anstalt befreit, die Jungs müssen zu ihrem Zielort fliegen, dazu wird B. A. betäubt, mit einem improvisierten und dennoch ausgeklügelten Plan, der selbstgebastelte Waffen und Fallen beinhaltet, retten sie den Tag. Abschließend klopft sich Hannibal mit einem „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“ nochmal selbst auf die Schulter. Mir gefällt besonders daran, wie viel Action und Humor der Zuschauer geliefert bekommt und dazu nur minimales Drama. Die Guten gewinnen und es gibt selten ernsthafte Schäden. Da die gestellten Verbrecher im Knast und nicht im Sarg landen, stoße ich mich auch nicht an der ausgeübten Selbstjustiz, die das A-Team verkörpert. Eher nervt mich der hin und wieder auftauchende Sexismus und die Tatsache, dass Murdocks Geisteszustand auch mal mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung verglichen wird. Es wird nie eindeutig geklärt, ob er simuliert. Jedoch wäre bei tatsächlich auftretender PTBS ein traumatisierter Kriegsveteran als Running Gag gänzlich ungeeignet. Nichtsdestotrotz habe ich auch Jahre später noch viel Spaß beim Gucken und werde mich noch durch den Rest der Serie forsten. Es gibt fünf Staffeln mit insgesamt 98 Folgen á 45 Minuten. In der letzten Staffel ändert sich die Haupthandlung, was wohl gar nicht gut angekommen ist und zum Einstellen von Das A-Team geführt hat. Aktiv kann ich mich nicht daran erinnern, diese Staffel früher gesehen zu haben, aber ich bleibe gespannt. Danach bin ich wahrscheinlich in Stimmung für Ein Käfig voller Helden. Wenn ihr noch andere kultige Serien im Repertoire habt, dann immer her damit.

Georgia

Erschaffen von: John Ashley, Tom Blomquist (5. Staffel)
Serientitel: Das A-Team
Ausgestrahlt: 1983 bis 1987

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6 Gedanken zu “Er liebt es, wenn ein Plan funktioniert

      • ainu89 schreibt:

        Das denk ich…ich schau jetzt immer mal wieder Kommissar Rex auf Sat1 Gold und da überkommt mich auch immer so eine Nostalgiewelle…für die Serie durfte ich als Kind abends bis nach 21 Uhr aufbleiben😁😉. Das war nur bei Kommissar Rex und Universum erlaubt😉

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