Eine Spezialeinheit der Seuchenbekämpfung im Wettlauf gegen die Zeit

© Foto: Georgia, 2018

Einer guten Mischung aus Kooperations- und Brettspiel kann ich einfach nicht widerstehen. Nachdem mich Castle Panic schwer begeistert hat, sollte es diesmal etwas mit einem höheren Schwierigkeitsgrad sein. Fündig wurde ich als ich auf Pandemic stieß. Ein speziell zusammengestelltes Team versucht tödliche Seuchen weltweit einzudämmen und eine Pandemie zu verhindern. Das ist genauso schwierig, wie es sich anhört.

Auf der Welt sind vier Seuchen (Gelb, Rot, Blau und Schwarz) in unterschiedlichen Städten ausgebrochen. Auf dem Spielplan werden sie als farbige Würfel angezeigt. Ziel ist es für jede der Krankheiten ein Heilmittel zu finden. Dafür werden im jedem Zug Spielerkarten gezogen. Hat jemand fünf Karten der gleichen Farbe, dann kann die entsprechende Seuche als geheilt deklariert werden. Natürlich ist es nicht so einfach, schnell an die entsprechenden Karten zu kommen bevor das Team verloren hat. Es gibt drei Situationen, die zu einer sofortigen Niederlage führen: Wenn der Nachziehstapel der Spielerkarten oder der Vorrat an Seuchenwürfeln, die gelegt werden müssen, aufgebraucht ist. Ebenso wenn es zu acht Ausbrüchen gekommen ist. Ein Ausbruch entsteht, wenn mehr als drei Würfel in eine Stadt gelegt werden. Das führt dazu, dass alle angrenzenden Städte infiziert werden und somit die Gefahr einer Pandemie zunimmt.

Derjenige, der am Zug ist, kann bis zu vier Aktionen ausführen: Beispielsweise ist jede Bewegung seiner Figur auf dem Spielbrett eine Aktion. Weiterhin kann er Krankheiten behandeln, indem er einen Würfel aus der Stadt entfernt, in der er sich befindet. Auch ist es möglich Forschungszentren zu bauen, in denen die Karten für eine Entdeckung der Heilmittel ausgespielt werden. Ist die Aktionsphase vorbei, zieht er noch Spielerkarten nach. Im Anschluss werden ebenso Infektionskarten nachgezogen. Diese zeigen die Stadt an, welche als nächstes einen Seuchenwürfel der abgebildeten Farbe erhält. Umso länger das Spiel geht, desto mehr Karten dieser Art werden pro Zug gezogen. Unglücklicherweise verbergen sich auch im Stapel der Spielerkarten nicht erwünschte Überraschungen: Zu Beginn wurden dort nämlich Epidemie-Karten untergemischt. Diese sorgen jedes Mal für ein wahres Feuerwerk der Krankheitsausbrüche. Auf der positiven Seite: Jede Person verkörpert einen bestimmten Charakter der Seucheneinheit mit speziellen Fähigkeiten. Zum Beispiel hat der Sanitäter die Fähigkeit alle Würfel einer Farbe aus einer Stadt mit nur einer Aktion zu entfernen. Die Wissenschaftlerin wiederrum benötigt nur vier statt fünf Spielerkarten, um eine Seuche zu heilen. Teamwork ist unabdingbar damit diese Sonderfähigkeiten optimal genutzt werden und der Wettlauf gegen die Zeit gewonnen werden kann. Den maximal vier Spielern stehen sieben unterschiedliche Charaktere zur Verfügung.

Pandemic macht unheimlich viel Spaß. Es ist ein rasantes Spiel, bei dem einem das Herz bis zum Hals schlägt. Jede Runde birgt die Gefahr, dass sich das Blatt gegen das Team wendet. Genauso gut kann eine Karte spontan den Sieg entscheiden. Das Gehirn wird arg angestrengt, denn ohne gute Strategie ist man aufgeschmissen. Da auch die nicht aktiven Spieler gefragt sind, wenn jemand anderes dran ist, hat man keine langweiligen Wartezeiten. Durch die unterschiedlichen Charaktere und das Zufallsprinzip beim Kartenziehen von dem guten und dem bösen Stapel, ist es immer wieder spannend. Ich kann mich nicht satt spielen und bin die ganze Zeit unter Strom bis feststeht, ob wir gewonnen oder verloren haben. Dabei haben wir noch nicht mal den höchsten Schwierigkeitsgrad getestet. Momentan spielen wir mit lediglich vier von sechs Epidemie-Karten…

Georgia

Autor: Matt Leacock
Titel: Pandemic
Verlag: Z-Man Games

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