Ich hab mir da was eingefangen …

© Bild: Sony Pictures, 2018

Antiheldenfilme finde ich schon lange interessanter als Superheldenfilme. Seit ich den Trailer zu Venom das erste Mal sah wusste ich, ich muss es sehen und konnte den Kinostart kaum abwarten. Allein die Szene im Trailer, wie sich das Gesicht des Monsters zur Hälfte aufhebt, Tom Hardy sichtbar wird und beide sagen: „Wir sind Venom!“ fand ich großartig. Natürlich bin ich gleich ins Kino gerannt, als der Film endlich lief.

Im malaysischen Regenwald stürzt ein Raumschiff  ab, das vier fremdartige Wesen von einem anderen Planeten zur Life Foundation bringen sollte. Um auf der Erde leben zu können, benötigen sie einen Wirt. Drei werden geborgen und zu experimentellen Zwecken ins Labor gebracht, eines kann fliehen. Währenddessen sitzt der investigative Journalist Eddie Brock an seinem neuesten Fall. Er soll ein Interview mit dem Geschäftsführer der Life Foundation führen und konfrontiert ihn dabei mit heiklen Anschuldigungen und Gerüchten. Dies kostet ihn nicht nur den Job, sondern auch die Freundin. Monate später ist Eddie ein Wrack, der mit seinem alten Leben abgeschlossen hat. Als er jedoch die Chance bekommt, die Machenschaften von der Life Foundation durch Beweise aufzudecken, keimt die verloren geglaubte Leidenschaft wieder auf,  er greift zu und erlangt durch eine Mitarbeiterin des Unternehmens Zutritt zum Labor. Doch nicht nur das, er kommt in Kontakt mit dem Symbionten Venom, der fortan in ihm lebt und spezielle Fähigkeiten verleiht, sich jedoch von Menschen ernährt. Während beide noch versuchen, mit der Gesellschaft des anderen klar zu kommen, setzt die Life Foundation alles daran, Venom wieder einzufangen und andere Symbionten auf die Erde zu holen.

Die Handlung des Films ist nichts spektakulär Neues und eher schwach. Was ihn sehenswert macht, sind die Special Effekts und Tom Hardy als Eddie Brock. Mit seinem zwar übertriebenen, aber hier sehr passenden Schauspiel trägt er den Film fast allein. Es macht einfach Spaß, ihm dabei zuzusehen, wie er mit der neuen Situation umgeht, zunächst gegen Venom in sich kämpft und dann im Laufe des Films zusammenarbeitet. Die Animation des Symbionten ist ebenfalls großartig gelungen. Das schwarze, riesige Monster mit dem scharfen Gebiss schaut nicht nur beeindruckend und etwas widerlich aus, sondern besitzt einen schwarzen Humor und hat in jeder Situation den Durchblick. Während Eddie überfordert ist, weiß Venom stets, was zu tun ist. Für meinen Geschmack gab es zu wenige Szenen, in denen die beiden interagiert haben. Die Grundstimmung ist düster und brutal, dennoch gibt es ab und an witzige Situationen, die das Ganze etwas auflockern. Der Soundtrack ist ebenfalls gut gelungen und passt super zur Stimmung des Films. Wie üblich sollte man sich den Abspann noch ansehen, denn die Mid-Credit- und Post-Credit-Szenen lohnen sich.

Ilke

Regisseur: Ruben Fleischer
Filmtitel: Venom
Erscheinungsjahr: 2018

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