Ein Königreich für den Sieg

© Foto: Georgia, 2018

Vor Jahren habe ich mal Dominion gespielt und war seit jeher begeistert. Leider finde ich es für ein Kartenspiel recht teuer. Zufällig bin ich eines Abends über eine zurückgelassene Kiste mit Spielen gestolpert. Bestes Erlebnis überhaupt: Dort lag Dominion und die Karten waren sogar noch eingeschweißt! Jetzt hat es ein Zuhause bei mir gefunden und wird – seiner Genialität angemessen – in verschiedensten Konstellationen ausprobiert.

Dominion ist nicht einfach ein simples Kartenspiel. Nach und nach wird ein individuelles Kartendeck aufgebaut, das ein eigenes Königreich darstellt. Dazu wird Geld benötigt, welches ebenfalls für das Deck erworben wird. Zunächst startet jeder mit einer kleinen Summe. Diese vergrößert sich Zug um Zug. Im Gleichschritt kauft man Königreichkarten, mit denen gewinnbringende Aktionen ausgeführt werden. Wer sich nebenbei die hochwertigsten Punktekarten beschafft, hat gute Chancen den Sieg zu erringen.

Für seinen Zug nimmt sich der Spieler fünf Karten von seinem Stapel. Mit diesen Handkarten darf er zwei Dinge tun: Eine Aktion und einen Kauf durchführen. Diese Reihenfolge ist vorgeschrieben, jedoch starte ich der Einfachheit halber mit der Erklärung des zweiten Schrittes. Es gibt drei Arten von Geldkarten mit steigendem Wert: Kupfer, Silber und Gold. Mit diesen können wiederrum Königreich-, Punkte- und weitere Geldkarten erworben werden. Auf den Punktekarten sind die Siegpunkte verzeichnet. Hier gibt es auch drei Arten mit aufsteigender Punkteanzahl: Anwesen, Herzogtümer und Provinzen. Wer am Ende die meisten davon hat, gewinnt. Auf den Königreichkarten sind Aktionen abgebildet, welche im ersten Spielzug zum Einsatz kommen. Diese erlauben dem aktiven Spieler weitere Aktionen und Käufe durchzuführen als vorgegeben, mehr als fünf Handkarten aufzunehmen oder sogar einige Karten gegen höherwertige zu tauschen. Beispielsweise erhält man durch das Dorf zusätzlich eine Handkarte und zwei Aktionen. Die Mine erlaubt den Tausch einer Geldkarte in die nächst höhere. Es gibt auch Aktionen mit Angriffen wie beispielsweise die Miliz. Diese sorgt dafür, dass alle Mitspieler für ihren Zug nur drei Karten auf der Hand haben dürfen. Umso hilfreicher die Aktion, desto teurer ist die entsprechende Königreichkarte. Pro Spiel wird mit zehn von ihnen gespielt.

Am Ende jedes Zuges werden alle ausgespielten, gekauften und übrigen Karten auf den Ablagestapel gelegt und fünf Karten vom Nachziehstapel gezogen. Ist dieser aufgebraucht, wird der Ablagestapel gemischt und zum Nachziehen verwendet. So arbeitet man ständig sein Deck durch, welches stetig wächst und mehr Aktionen sowie teurere Käufe zulässt. Das heißt es muss strategisch überlegt werden in welcher Reihenfolge die gezogenen Handkarten ausgespielt und welche Karten einem im Verlauf nützlich sein werden, damit diese gekauft werden bevor die anderen schneller sind. Hat man ein wenig Übung geht das Karten ausspielen recht zügig und jeder ist schnell wieder am Zug. Das Spiel ist zu Ende sobald bestimmte Stapel leer gekauft wurden.

Das Großartige an Dominion ist, dass es insgesamt 24 Königreichkarten gibt, von denen für jedes Spiel zehn ausgewählt werden. So kann ständig variiert werden. Zum Beispiel können mit der Aktion Hexe und dem dazugehörigen Fluch anderen Spielern Siegpunkte genommen werden, was zu einem angriffslustigeren Spielverlauf führt. Die Anleitung enthält Vorschläge für die Zusammenstellung. Es kann aber auch frei ausgesucht werden. Zu dem kommt durch das Kartenziehen ein schöner Zufallsfaktor dazu, der ebenso zur Abwechslung und Spannung beiträgt. Wer irgendwann mehr Variation braucht, wird sich an den Erweiterungen zu Dominion erfreuen können. Ich bin auf jeden Fall sehr froh über meinen Glücksgriff und werde viele Varianten testen.

Georgia

Autor: Donald X. Vaccarino
Titel: Dominion
Verlag: Hans im Glück

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5 Gedanken zu “Ein Königreich für den Sieg

  1. Shalima Moon schreibt:

    Ich bin ein großer Dominion Fan. Nachdem ein Kumpel, der echt alle Editionen hatte, aus dem Freundeskreis ausschied (aus Gründen), musste ich mir leider selbst die Spiele zulegen. Bin jetzt bei drei Editionen (Classic, Intrige und Abenteuer) auch wenn Blütezeit eigentlich mein Favorit ist…

      • Shalima Moon schreibt:

        Irgendwann werden sie sicher auch bei dir folgen. Vorallem weil man alle Erweiterungen mit den anderen mischen kann und irgendwann so viele Kombinationsmöglichkeiten auftauchen…

  2. Katrin schreibt:

    Ich habe auch das Gefühl, das wird nicht so leicht langweilig. Man kann sich auch ganz schön verkalkulieren. Einmal fehlen einem Aktionskarten, dann wieder Geld … Und da sind wir noch nicht bei dem, was einem die anderen Spieler durch Angriffe ANTUN. 😀

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