Monstermäßige Erfindungen

© Foto: Ilke, 2019

Da ich gerade auf dem Kinderbuch-Trip bin, war ich sehr froh, dass es auch im kanadischen Raum einige Auswahl dazu gibt. Vom Autor Robert Paul Weston hatte ich schon in anderem Zusammenhang gehört. Statt des empfohlenen Werkes Zorgamazoo griff ich jedoch zu einem Hörbuch, das mich mehr reizte: Die Monsterabteilung.

Elliot von Doppler führt ein eher unscheinbares Leben in einer langweiligen Stadt. Seine Eltern sähen es gern, wenn er, wie sie selbst, Restaurantkritiker werden würde. Der 12-Jährige ist allerdings eher der Wissenschaft zugetan. Sein Onkel Archie leitet im Unternehmen Denki 3000 die Forschungsabteilung. Dort werden so wundersame Gegenstände wie der elektrische Bleistift mit ausfahrbarer Teleskoplinse oder drahtlose Minzbonbons entwickelt. Zu seiner großen Freude wird er eines Tages von Archie in das Unternehmen eingeladen. Seltsam nur, dass er Leslie mitbringen muss, die Neue an der Schule, die er kaum kennt. Doch die Neugier überwiegt, sie stimmt der Einladung zu und beide besuchen den futuristischen Komplex von Denki 3000. Dort erfahren sie, dass die Firma lange schon nichts neues mehr entwickelt hat und daher an einen großen Konzern verkauft werden soll. Da beide Kinder bei Jugend Forscht mitgemacht hatten, sollen sie nun bei der Entwicklung einer bahnbrechenden Erfindung helfen. Als Onkel Archie plötzlich und ohne Spur verschwindet, wo er doch gerade an einer wichtigen Erfindung für die Rettung des Unternehmens arbeitet, werden die Kinder zu Rate gezogen. Ob es ihnen gelingen wird, Denki 3000 zu retten? Und was ist mit Archie geschehen?

Das Besondere an der Forschungsabteilung von Denki 3000 sind nicht nur die Erfindungen, sondern die Mitarbeiter an sich, denn es handelt sich um seltsame Wesen, ja Monster. Diese sind herrlich abstrus und fantasievoll gestaltet. So gibt es beispielsweise den vampirartigen Fledermauselfen Jean-Remi, den riesigen Knochenzermalmer Gügor und die seetanghaarige Sumpfnymphe Patty. Gerade bei der Vorstellung der Monster ist Konzentration notwendig, da diese gebündelt passiert und es bei der Anzahl der Figuren durchaus sein kann, dass man irgendwann den Überblick verliert. Mit den fantastischen Erfindungen ist es ähnlich. Hat man aber erstmal verstanden, welches Monster welchen Namen hat, bleiben sie im Kopf. Im Gegensatz dazu bleiben die Kinder eher blass und eindimensional, man baut nicht wirklich eine Beziehung zu ihnen auf. Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen. Leider wurden allerdings einige Dinge aus der Monsterwelt nur angedeutet, beispielsweise die Wissenschaft der Monster oder der Konflikt mit den Ghorks. Nichtsdestotrotz fand ich Die Monsterabteilung gleichermaßen spannend, witzig und fantasievoll. Im Band Die Ghorks gibt es ein Wiedersehen mit den bekannten Figuren und vermutlich wird auch die Geschichte weiter fortgesetzt.

Ein großes Lob geht an den Sprecher des Hörbuchs, Bastian Pastewka. Er versteht es, die Betonung an der richtigen Stelle zu setzen und die Stimme je nach Charakter so zu verstellen, dass es glaubwürdig wirkt. Außerdem finde ich das Cover großartig. Als Schattenfiguren kann man die Haupt-Monster der Geschichte erkennen. Die Buchstaben sind ebenfalls wie bunte Monster dargestellt.

Ilke

Autor: Robert Paul Weston
Buchtitel: Die Monsterabteilung
Übersetzung: aus dem Englischen von Nicola T. Stuart
Gelesen von: Bastian Pastewka
Verlag: Der Audio Verlag

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