Werde der nächste Häuptling im traumhaften Paradies

© Foto: Georgia, 2019

Hallo, ich heiße Georgia und ich bin spielsüchtig. In meinem Urlaub hat sich einmal mehr ein neues Brettspiel in den Einkaufswagen verirrt. Keine Ahnung, wie es da reingekommen ist. Ich bin auf jeden Fall sehr froh darüber, dass es jetzt bei mir wohnt. Mangrovia ist ein wunderschön gestaltetes Spiel und macht mir unheimlich großen Spaß. Was will man mehr? So nehme ich euch heute mit auf eine Tour durch das Paradies.

Der Häuptling unseres Tropenstammes setzt sich zur Ruhe und ein würdiger Nachfolger muss her. Die potenziellen Bewerber beweisen sich durch das Bauen von Hütten auf geweihten Götterpfaden. Dazu werden Amulette und andere Kostbarkeiten geopfert. Klingt komisch, ist aber so. Derjenige mit der größten Voraussicht beim Bauen holt am Ende die meisten Punkte und wird neu gekröntes Stammesoberhaupt. Doch wie genau erbringt man nun Opfergaben, um Hütten zu errichten? Es gibt vier Arten von Spielfeldern, unterteilt nach ihrer Vegetation: Mangroven, Sand, Schilf und Wasser. Um eine Hütte platzieren zu dürfen, wird zunächst eine dieser Landschaftskarten entsprechend des gewünschten Spielfelds benötigt. Hier ist Obacht angesagt! In jeder Runde zeigt der Orakelfelsen an, auf welchen zwei Landschaften gebaut werden darf. Auf dem Felsen sind die vier möglichen Vegetationen abgebildet und zwei Spielfiguren in Form von Paradiesvögeln markieren die nutzbaren Felder. Zusätzlich werden für die Hütte noch entsprechende Opfergaben abgelegt. Wenn auf dem gewünschten Bauplatz ein Zahlenwert steht, dann braucht man Karten mit genügend Kostbarkeiten, um den Wert exakt zu erreichen. Ähnlich verhält es sich, wenn auf dem Feld ein Amulett mit einer Zahl sichtbar ist. Hier werden dementsprechend ausreichend Amulettplättchen eingefordert. Kurz zusammengefasst: Für das Errichten von Hütten werden entweder Kostbarkeitskarten oder Amulette abgelegt und zusätzlich eine Landschaftskarte. Eine sehr genaue Vorausplanung ist hier der Schlüssel zum Erfolg.

Nächste Frage: Wie kommt man an die zu opfernden Gaben? Zu Beginn einer jeden Runde wird festgelegt, wer was in welcher Reihenfolge tun darf. Dazu ist auf dem Brett ein Archipel mit Kultstätten abgebildet. Die Stätten zeigen die Handlungsoptionen an: Karten ziehen, Amulette finden, Hütten bauen und Paradiesvögel versetzen. Nacheinander legen die Häuptlingsanwärter Spielfiguren in Schalenform auf die Kultstätten und entscheiden damit über ihre kommenden Spielzüge. Ein Boot fährt um den Archipel herum, damit die Reihenfolge der Züge eingehalten wird, es hält an jeder Kultstätte an und die jeweilige Handlung wird ausgeführt. Weise Voraussicht ist also auch an dieser Stelle essenziell. Am Ende werden die Bauten ausgewertet und Häuptlingspunkte verteilt. Umso mehr eigene Hütten auf einem Götterpfad stehen, desto höhere Punktzahlen erhält man. Sollte es dabei ein Unentschieden geben, fällt die Entscheidung auf denjenigen, der näher an den Götterfiguren gebaut hat. Es gibt also unglaublich viel zu beachten. Das macht Mangrovia sehr spannend und abwechslungsreich. Die Runden gehen schnell rum und so ist auch genügend Tempo im Spiel. Besonders gefällt mir die Gestaltung: Das Spielbrett ist sehr bunt und detailliert, die Karten hübsch gestaltet, die Figuren haben kräftige Farben und sind aus Holz. Alles in allem ist es traumhaft schön anzusehen. Ich glaube deswegen liebe ich es so sehr, auch wenn ich bis dato noch nicht gewonnen habe. Aber muss man denn unbedingt Häuptling sein? Im Paradies lässt es sich doch genauso gut einfach nur entspannen.

Georgia

Autor: Eilif Svensson
Titel: Mangrovia
Verlag: Zoch

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