We will, we will quack you!

© Foto: IMDb, 2020

Das glückliche Aufeinandertreffen meiner letzten Serienobsession The Hockey Girls und die vielfältige Auswahl bei Disney+ haben dazu geführt, dass ich über diese Perle meiner Kindheit gestolpert bin: The Mighty Ducks. Was habe ich diese Filme geliebt! Anscheinend war ich schon damals unterbewusst ein Queen-Fan. Meine deutlichste Erinnerung an die Filme ist nämlich, dass We Will Rock You läuft, wenn die Mannschaft der Hauptcharaktere im Finale auf das Eis kommt und daraus ein We Will Quack You wird und ich das total episch fand. Episch finde ich es mittlerweile nicht mehr unbedingt, dafür unglaublich nostalgisch und schön.

Gordon Bombay war als Kind der Starspieler der Champion-Eishockeymannschaft Hawks bis er im alles entscheidenden Spiel das Tor verfehlt und so sein Team um den ersten Platz bringt. Sein harter Coach gibt ihm deutlich zu verstehen, dass Gordon für ihn ein Verlierer ist und er ihm den Verlust des Championtitels nie verzeihen wird. So verpufft Gordons Freude am Eishockey. Jahre später hat er sich zu einem überaus erfolgreichen und überaus unsympathischen Anwalt gemausert. Trotz aller Erfolge wird er wegen Trunkenheit am Steuer zu Sozialstunden verdonnert, und zwar als Coach einer Jugend-Eishockeymannschaft. Das Team ist eine Bande Verlierer, die noch nie gewonnen und wahrscheinlich auch noch kein einziges Tor geschossen haben. Unter diversen Beschwerden ergibt sich Gordon in sein Schicksal und gedenkt seine Sozialstunden grummelnd abzusitzen. Doch dann stellt sich heraus, dass sein Team auch gegen die aktuellen Hawks antreten wird, immer noch trainiert von seinem damaligen Coach. Der Wunsch nach gerechtem Ausgleich beginnt in Gordon zu lodern und er setzt alles daran seinen Loosern zum Erfolg zu verhelfen. Fraglich ist nur, warum er als Coach dabei dieselben Fehler macht, die ihn seine Eishockey-Leidenschaft gekostet haben.

Ich steh eigentlich so gar nicht auf Sport, aber Filme und Serien mit einer Sportmannschaft im Vordergrund haben es mir schon immer angetan. Wahrscheinlich, weil sie auf Action und Drama ausgelegt sind. Es hat mir damals viel Spaß gemacht die Eishockeyspiele zu sehen und daran hat sich bis heute nichts geändert. Da Gordon und ich mittlerweile im gleichen Alter sind, bekommt der Film nochmal eine ganz neue Komponente. Früher lag mein Augenmerk auf den Kindern und ich habe mir ausgemalt, dass ich Captain der Mannschaft wäre. Diesmal wurde mir erstmalig bewusst, dass Gordon der Hauptcharakter ist und der Zuschauer verfolgt, wie er zu seiner Leidenschaft zurückfindet und seine Kindheitstraumata aber auch -träume wiederaufleben lässt. Natürlich handelt es sich immer noch um einen Disneyfilm und die Themen werden mit einer naiven Note behandelt. Das stört mich persönlich nicht, denn ich genieße es, wenn Fiktion mich aus der harten Realität entfliehen lässt und auch unrealistische Träume in Erfüllung gehen. Ich hatte unheimlich viel Spaß dabei endlich mal wieder Mighty Ducks zu schauen und habe selbstverständlich auch die zwei Nachfolger Sie sind wieder da und Jetzt mischen sie die Highschool auf während meiner Nostalgiewelle verschlungen. Dank der lieben Karoline weiß ich jetzt auch, dass meine geliebten Kindheitsfilme auf einem gleichnamigen Comic sowie Cartoon beruhen. Ich hoffe inständig die Trickfilmserie auch bald schauen zu können.

Georgia

Regisseur: Stephen Herek
Filmtitel: Mighty Ducks – Das Superteam
Erscheinungsjahr: 1992

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