Advent, Advent, eine Verfolgung entbrennt

© Foto: Georgia, 2020

Als wir im letzten Jahr unsere Adventskalender vorgestellt haben, war wohl schon abzusehen, dass ich hier einer leichten Sucht erliege (wie bei Spielen*hust*). Deswegen war die Freude groß, als ich einen Escape-Room-Adventskalender in Buchform geschenkt bekommen habe. Mir gefallen ohnehin schon Spiele dieser Art sehr gut und die Kombination zweier Dinge, die mich begeistern, musste einfach gut sein.

Protagonist in Das Geheimnis des Spielzeugmachers ist der leicht gelangweilte Journalist Daniel Falk. Mit der Langeweile ist es bald vorüber, denn er bekommt Anfang Dezember eine mysteriöse Nachricht zugestellt. Sie ist der Beginn einer ungewöhnlichen Schnitzeljagd, die im Krankenhaus beginnt. Dort trifft Daniel einen alten Bekannten wieder, der seit vielen Jahren im Koma liegt. Schnell wird deutlich, dass es in Daniels Vergangenheit einige Ungereimtheiten gibt. Als die rätselhaften Nachrichten zunehmen, begibt er sich mit Lilly, der Tochter des Komapatienten, auf die Suche nach Antworten. Die Suche der beiden wird dadurch erschwert, dass sie lediglich Hinweise und kryptische Anweisungen erhalten, die zunächst gelöst werden wollen, bevor sich zum nächsten Anhaltspunkt begeben werden kann. Werden Daniel und Lilly alle Hinweise entschlüsseln und Antworten finden?

Nun, das hängt ganz davon ab, wie gut der Besitzer des Adventskalenders im Lösen von Rätseln ist. Für jeden Tag gibt es einen kleinen Teil von Daniels Geschichte zu lesen und immer, wenn er einem neuen Hinweis begegnet, ist man selbst auch gefragt diesen zu entschlüsseln. Drei Antworten werden dabei vorgegeben und zu jeder möglichen wird ein kleiner Bildausschnitt angezeigt. Hat man sich für eine Lösung entschieden, sucht man auf den Buchseiten nach dem Bild, zu dem der Ausschnitt passt und schneidet die Seite auf. Dahinter verbirgt sich hoffentlich der nächste Kalendertag (sonst war es die falsche Antwort) und man erhält die Lösung, den nächsten Teil der Story und das nächste Rätsel. Es hat sich an angefühlt, als wäre ich hautnah bei Daniels Suche dabei gewesen.

Ich finde es sehr gut, dass man vor dem Aufschneiden ein wenig spicken kann, ob es wirklich die richtige Lösung ist. So werden bei Fehlern Spoiler für die anderen Tage vermieden. Für mich schwankt der Schwierigkeitsgrad der Rätsel. Einige fand ich verhältnismäßig einfach, bei anderen habe ich stark knobeln müssen und bei ein paar bin ich ohne Spicken gar nicht weitergekommen. Das empfand ich als eine gute Mischung. Die Story ist ebenfalls in Ordnung, wenn auch teilweise etwas abstrus durch die kryptischen Hinweise. Es ist jetzt keine Geschichte, die ich einfach so lesen würde, dafür ist Das Geheimnis des Spielzeugmachers zu einfach gestrickt. Aber für diese Art von Adventskalender, sprich jeden Tag ein kleiner Teil mit Augenmerk auf die Rätselfragen, war die Story perfekt. Ich hatte auf jeden Fall eine interessante Vorweihnachtszeit damit 🙂

Georgia

Autorin: Eva Eich
Buchtitel: Escape Room – Das Geheimnis des Spielzeugmachers
Verlag: arsEdition

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