There`s a Zombie at our school

© Foto: Disney+, 2021

Zombies und Musical, was will das nerdige Herz mehr? Georgia und ich waren sogleich Feuer und Flamme und entschieden uns, den Film bei unserem allsonntäglichen Remote-Kinodate zu schauen. Schwingt das verfaulende Tanzbein, es wird musikalisch. Der beschauliche Ort Seabrook ist so normal und durchschnittlich, dass es fast schon gruselig ist. Naja, er war es, denn durch einen Unfall, in dem Limo und Radioaktivität eine Rolle spielen, wurden viele Bewohner in grauenerregende Zombies verwandelt. Die übriggebliebenen Menschen bauten einen Schutzwall und lebten weiter wie bisher. Seitdem sind 50 Jahre vergangen und dank Wissenschaft trägt jeder Zombie ein Armband, das die blutrünstigen Neigungen unterdrückt. So können Zombies leben wie normale Bewohner der Stadt und erhalten immer mehr Rechte. Seit neuestem dürfen sie in die Schule gehen, zwar streng getrennt von den Menschen, aber immerhin. Der Teenager-Zombie Zed freut sich wahnsinnig, auf die Schule zu dürfen und möchte gern ins Football-Team aufgenommen werden. Addison hingegen ist ein Mensch und ihr Traum ins hoch geachtete Cheerleader-Team aufgenommen zu werden, steht kurz vor der Erfüllung. Um dazuzugehören versucht sie so normal wie möglich zu sein und ihr Geheimnis zu verstecken.

Und da sind wir auch schon in der typischen Boy-meets-Girl-Story. Zed und Addison treffen sich, verlieben sich, versuchen mit den Anfeindungen der Anderen, vor allem gegenüber der Zombies, klarzukommen und natürlich sorgt ein aufgeblasener Zombiehasser für Drama und Eskalation. Dem gegenüber stehen die Menschen, die interessiert sind am Leben der Andersartigen, allen voran Addison. Die Vorhersehbarkeit der Geschichte wird wettgemacht durch tolle Schauspieler und noch viel bessere Musik- und Tanzeinlagen. Es gibt kaum ein Stück, das ich nicht mochte und der Soundtrack hat einen festen Platz in meiner Spotify-Liste. Den Song This is gonna be my year habe ich zu meinem persönlichen Motto auserkoren. Das Setdesign und die Kostüme sind wunderbar bunt. Beim nochmaligen Schauen ist mir aufgefallen, dass die Farbkombination Grün-Pink allgegenwertig ist. Zu Beginn des Films stand Grün für die Zombies und Pink für die Menschen. Nun, da beide in Seabrook zusammengeführt werden, geschieht das nicht nur körperlich, sondern auch farblich. Das finde ich sehr durchdacht und schön umgesetzt. Ich fand es auch interessant zu sehen, dass mal die Cheerleader höher im Rang stehen, als die Footballspieler. Der Film schafft es meiner Meinung nach, auf unterhaltsame Art, wichtige gesellschaftskritische Themen anzubringen und die Zuschauenden darauf aufmerksam zu machen, dass Rassismus und Intoleranz gegenüber Andersartigkeit immernoch allgegenwärtig sind und dass es sich lohnen kann, mutig für sich und seine eigenen Ideale einzustehen.

Wir können es kaum abwarten, bis die Fortsetzung auf Disney+ erscheinen wird. Zu den Untoten gesellen sich dann noch Werwölfe hinzu.

Ilke

Regisseur: Paul Hoen
Filmtitel:
Zombies – Das Musical
Streaming-Plattform: Disney+
Erscheinungsjahr: 2018

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