Ein Band zwischen Heimat und Meer

Das Fischland Cover

© Foto: Bettina, 2020

Als das Jahr noch jung und weniger dramatisch war, besuchte ich zum ersten Mal jene kleine Halbinsel an der Ostsee, die gleich drei bekannte Urlaubsgebiete beherbergt: das Fischland, den Darß und Zingst. Die dortige Buchhandlung war nicht nur winzig und urig, sondern auch mit reichlich Geschichten zur Region ausgestattet. Ganz unvermittelt stach mir bei der Auswahl ein schmaler Band von Käthe Miethe mit dem schlichten Namen Das Fischland ins Auge. Damit lässt man sich doch gerne in stürmischeren Zeiten erzählerisch als Weltenbummler an die Küste versetzen. >>

Abstecher ins Unbekannte

Little Black Classics Cover 1

© Foto: Bettina, 2018

Sicher bin ich nicht die einzige, die nach einer tollen Reihe oft einen kleinen Lese-Blues hat. Das finale Buch ist zu Ende, die Geschichte erzählt und nun sitze ich hier und will die Welt, die mich so in ihren Bann gezogen hat, nicht loslassen. Bis jetzt war die einzige Kur dafür eine neue einnehmende Buchserie zu finden, ein unter Umständen langwieriges Unterfangen. Vor einiger Zeit bin ich nun durch Zufall auf eine weitere Lösung gestoßen. Nicht nur epische Serien können mich von meiner Besessenheit abbringen, sondern auch kleine Ausschnitte aus großen Klassikern. Als Fundgrube für kleine Texte dieser Art ist natürlich Penguin Classics prädestiniert. Dort bin ich auf die Reihe der Little Black Classics gestoßen und habe mich direkt verguckt. Was für ein Glück, dass ich mich in der Buchhandlung gleich mit mehreren Heften eindecken konnte! >>

Wann ist ein Mann ein Mann?

© Foto: Katrin, 2018

Kennt ihr das auch? Ihr seht einen Titel im Buchladen und denkt auf Anhieb: „Klingt interessant. Will ich lesen!“  Trotzdem bleibt es nur allzu häufig bei diesem Vorsatz. In dieser Manier schleiche ich bereits über ein Jahr um das Sachbuch Boys don’t cry von Jack Urwin herum. Als ich das letze Mal in der kapital-großartigen kleinen Buchhandlung meines Vertrauens rumlungerte, kam jedoch eins zum anderen. Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile, sodass kürzliche Gespräche mit Kumpels über Rollenbilder und Erwartungen in einen Spontankauf mündeten. Die weibliche Sicht ist mir naturgemäß vertraut, doch wie geht es eigentlich den Männern in dieser unserer ach so modernen Gesellschaft? >>

Ein Blick hinter die Leinwand, auf den Zeichentisch

Kingdom of Dreams and Madness Bild

© Bild: IMDb, 2016

Inzwischen bilde ich mir ein, dass es schier unmöglich ist durchs Leben zu gehen und noch nie von der Arbeit der japanischen Filmschmiede Studio Ghibli berührt worden zu sein. Auch wenn mein Gefühl mich da etwas übertreiben lässt, muss es doch zumindest unter Cineasten und Freunden von Animationsfilmen sehr unwahrscheinlich sein. Meist reicht schon ein Bild aus wahren Filmklassikern wie Prinzessin Mononoke, Mein Nachbar Totoro und Chihiros Reise ins Zauberland, um die Kunst der japanischen Animatoren und ihre liebenswerten Figuren wieder ins Gedächtnis zu rufen. Nicht unerheblich beteiligt am Erfolg des Studios ist Mitbegründer Hayao Miyazaki. Seine Filme sind gefühlvolle Meisterwerke, er selbst eine Ikone in der Branche. Umso verlockender ist es natürlich diesem Mann einmal bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. The Kingdom of Dreams and Madness macht’s möglich! >>

Eine große, gemalte Welle

Miss Hokusai Bild

© Foto: Bettina, 2016

Für Japan interessiere ich mich schon so lang, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wann der Funke übergesprungen ist. Auf jeden Fall bin ich nun Feuer und Flamme. Die Literatur, Manga und Anime sind einige Facetten der japanischen Kultur, die ich kennen und lieben lernte. Diese Liste erweitert sich ständig und gerade erst konnte ich die traditionelle Kunstform des Holzdrucks für mich entdecken. Umso freudiger haben mich die Artikel zu einem Film gestimmt, der genau diese Elemente in sich vereint: Miss Hokusai. Damals versuchte ich noch, mich in meiner Vorfreude zurückzuhalten. Zu gering schien mir die Wahrscheinlichkeit, dass ein japanischer Animationsfilm mit doch eher speziellen Themen in Deutschland in den Kinos zu sehen sein würde. Da hatte ich zu früh verzagt! >>