Reizthema mit Triggerwarnung

© Foto: Katrin, 2018

Und wieder starrte sie mir mit großen Lettern aus dem Bücherregal entgegen: eine Nautilus Flugschrift. Der Titel? Vergewaltigung. Äußerst plakativ und zur Sache.  Das Buch der Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Journalistin Dr. Mithu Melanie Sanyal enthält denn auch gleich zu Beginn eine Triggerwarnung. Schließlich geht es um ein überaus heikles Thema, das unser aller Leben wie kaum ein anderes Verbrechen beeinflusst. Ich war gleichermaßen gespannt und sehr skeptisch, welche Reaktionen das Gelesene bei mir hervorrufen würde. Immerhin hat ein solches Buch nicht unbedingt einen Wohlfühlfaktor … >>

Wann ist ein Mann ein Mann?

© Foto: Katrin, 2018

Kennt ihr das auch? Ihr seht einen Titel im Buchladen und denkt auf Anhieb: „Klingt interessant. Will ich lesen!“  Trotzdem bleibt es nur allzu häufig bei diesem Vorsatz. In dieser Manier schleiche ich bereits über ein Jahr um das Sachbuch Boys don’t cry von Jack Urwin herum. Als ich das letze Mal in der kapital-großartigen kleinen Buchhandlung meines Vertrauens rumlungerte, kam jedoch eins zum anderen. Das Thema beschäftigt mich schon eine Weile, sodass kürzliche Gespräche mit Kumpels über Rollenbilder und Erwartungen in einen Spontankauf mündeten. Die weibliche Sicht ist mir naturgemäß vertraut, doch wie geht es eigentlich den Männern in dieser unserer ach so modernen Gesellschaft? >>

Verstrickt euch in Lügen!

© Foto: Bettina, 2018

Um für unsere Weltenbummler-Monate passende und ansprechende Lektüre zu finden, habe ich bis jetzt immer das Internet als Recherchewerkzeug verwendet. Damit die Sache nicht langweilig wird, marschierte ich jedoch diesmal einfach in die Buchhandlung und fragte ganz unbedarft nach Romanen von indischen Autoren. Nachdem sich drei (!) Buchhändler liebevoll um mich gekümmert hatten, saß ich mit einem Stapel möglicher Titel im Lesesessel und musste mich entscheiden. Am Ende habe ich dann Erschlagt die Armen! von Shumona Sinha mit nach Hause genommen. Eine Granate hätte sicher die gleiche Sprengkraft gehabt. >>

Prinzessinnenpropaganda, Cybersexismus und Gerechtigkeit

© Foto: Katrin, 2015

Es gibt Lektüre, die gehört nicht unbedingt ins eigene Beuteschema. Trotzdem schleicht man drum herum, weil es einem in den Fingern juckt, sie zu kaufen – bis man es endlich tut! Im Falle von Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution war die Empfehlung eines Buchhändlers der Auslöser, sodass ich am Ende einfach nicht widerstehen konnte. Laurie Penny nimmt in diesem Sachbuch zum Thema Feminismus kein Blatt vor den Mund, wenn es um Geschlechterrollen und Identität, Machtverhältnisse oder Sex geht. In fünf lose aufeinander aufbauenden Kapiteln äußert sich die Autorin genauso unverblümt wie sarkastisch, gleichermaßen sachlich und wütend über abgefuckte Mädels, verlorene Jungs, Cybersexismus und die alltäglichen Lügen der Liebe. Wer jedoch denkt, dies sei ein Buch um Frauen gegen Männer aufzuhetzen, der irrt sich gewaltig. >>