Heirat. Nachwuchs. Und dann?

© Foto: Kristina, 2021

Israel – hach, da denke ich an Sonne, (Totes) Meer, Hummus und Shakshuka (eine großartig gewürzte „Tomatensuppe“). Hiermit ein herzliches Willkommen zu unserem neuen Weltenbummlermonat!

Beschwingt von den guten Erinnerungen, die ich an das Land Dank eines Kurztrips habe, wagte ich es diesmal mit vollstem Vertrauen, ein Weltenbummler-Buch als gebundene Ausgabe neu zu kaufen. Die Geschichte einer Frau an drei mehr und auch mal weniger prägenden Stationen ihres Lebens, das klang doch ganz gut (vor allem nachdem ich zuvor zwei Psychothriller gelesen hatte). >>

Skandalöse Flitterwochen in Cape May

© Foto: Karoline, 2020

Auch wenn mein Buchhändler des Vertrauens mittlerweile seinen wohlverdienten Ruhestand genießt, so reicht mein Vorrat seiner weisen Empfehlungen zumindest für das Jahr 2020 noch aus. Bei Tage in Cape May war ich dezent skeptisch, ob mich das Thema abholen würde, doch wie immer wurde mein blindes Vertrauen mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt.

Sie beginnt im Jahr 1957, als Effie und Henry zu ihren Flitterwochen aufbrechen. Früher verbrachte die gerade einmal 18-jährige Braut jeden Sommer in Cape May. Nun ist es Herbst und die Strandpromenade ist verlassen, die Restaurants geschlossen. Die ersten Tage verlaufen für das junge Paar holprig. Bisher haben sie sich nur in ihren Elternhäusern unter Aufsicht getroffen. Sie versuchen die plötzliche Zweisamkeit so gut es geht zu meistern, beschließen jedoch schon bald ihre zweiwöchige Reise um eine Woche zu kürzen. Diese Pläne ändern sich, als unverhofft eine alte Freundin von Effies Cousine das Haus gegenüber bezieht. Clara verkörpert das luxuriöse Leben der Reichen in Perfektion; nach einer fulminanten Geburtstagsfeier für ihren Bruder bleibt sie allein mit ihren Liebhaber Max und dessen Halbschwester Alma im Anwesen zurück. Schnell freundet sich das unbedarfte Ehepaar mit den Verbliebenen an. Es folgen Tage und Nächte voller Alkohol, Bootsausflüge und verrückter Begebenheiten. Am Ende der gemeinsamen Zeit wird es mehr als ein gebrochenes Herz geben, das nie wieder verheilen wird. >>

Samstagshäppchen: Ein Hausmann auf emotionalen Abwegen

© Foto: Karoline, 2020

Neues Häppchen, neuer Tipp von meinem Buchhändler des Vertrauens: Das Debüt eines Franzosen, der sich in die von Zynismus zerfressenen Abgründe einer Ehe begibt. Optisch wirkte das Büchlein hübsch aber nichtssagend, fast wie ein florales Poesiealbum. Doch die Idee hatte mich neugierig gemacht.

Franck lebt das Leben eines emanzipierten Mannes. Während seine Frau als Tierärztin die Brötchen mit nach Hause bringt, kümmert er sich um Haushalt, Garten und Kindererziehung. Seine Frau Gisèle und er kennen sich seit der Schulzeit und haben irgendwie immer zusammengehört. Die Geburt ihrer drei Töchter hat das Eheglück vervollkommnet und es könnte alles so schön laufen – wenn da nicht dieser Brief wäre. Er war auf einmal im Briefkasten, anonym versendet, mit nur einer kurzen Nachricht: Dass seine Frau ihn betrügt. Franck beschließt besagten Hinweis zu ignorieren, dennoch frisst sich nach und nach Zweifel in sein Herz und er fasst einen unmoralischen Entschluss. >>

Lieben und Leben in Leipzig

© Foto: Katrin, 2019

Lese ich Romane, spielen diese häufig fernab der Realität oder sind zumindest in gänzlich anderem Milieu angesiedelt. Als ich letztens etwas Lesestoff für Zwischendurch suchte, drückte mir meine Bücherfee einen Roman von Daniela Krien in die Hand: Die Liebe im Ernstfall. Das Buch sei ganz nett geschrieben, sagte sie. Warum nicht?, dachte ich. Immerhin mag ich Frauengeschichten. Außerdem war es ziemlich lange her, dass ich das aktuelle Werk einer deutschen Autorin gelesen hatte. Gute Voraussetzungen also, um mal wieder einen Versuch zu wagen. >>

Abstecher ins Unbekannte

Little Black Classics Cover 1

© Foto: Bettina, 2018

Sicher bin ich nicht die einzige, die nach einer tollen Reihe oft einen kleinen Lese-Blues hat. Das finale Buch ist zu Ende, die Geschichte erzählt und nun sitze ich hier und will die Welt, die mich so in ihren Bann gezogen hat, nicht loslassen. Bis jetzt war die einzige Kur dafür eine neue einnehmende Buchserie zu finden, ein unter Umständen langwieriges Unterfangen. Vor einiger Zeit bin ich nun durch Zufall auf eine weitere Lösung gestoßen. Nicht nur epische Serien können mich von meiner Besessenheit abbringen, sondern auch kleine Ausschnitte aus großen Klassikern. Als Fundgrube für kleine Texte dieser Art ist natürlich Penguin Classics prädestiniert. Dort bin ich auf die Reihe der Little Black Classics gestoßen und habe mich direkt verguckt. Was für ein Glück, dass ich mich in der Buchhandlung gleich mit mehreren Heften eindecken konnte! >>