Samstagshäppchen: Hier noch ein Schlusswort vom Autor

© Foto: Katrin, 2019

Anthologien lese ich weder besonders oft, noch gern. Da es jedoch um Terry Pratchett geht, konnte ich nicht anders, als zuzugreifen. Er ist der unverwechselbare bärtige Mann mit Hut. Der Erfinder der Scheibenwelt, die einem gleichzeitig so verrückt und vertraut ist, dass sie tatsächlich Aus der Tastatur gefallen zu sein scheint.  Er ist außerdem ein Mensch der Öffentlichkeit, der seine Alzheimer-Erkrankung mutig zum Thema gemacht hat. >>

Mrs. Basil E. Frankenweiler lässt grüßen

Die heimlichen Museumsgäste Cover

© Foto: Bettina, 2016

Claudia hat die Schnauze ziemlich voll. Ihr Leben ist nicht nur ermüdend eintönig, sondern auch noch geradezu unerhört ungerecht. Sie muss die Geschirrspülmaschine ausräumen und den Tisch decken. Alles an nur einem Abend. Also denkt sich die 12-Jährige einen geschickten Plan aus. Sie überredet ihren kleinen Bruder Jamie dazu gemeinsam mit ihr auszureißen. Warum gerade Jamie? Nun, der ist der erträglichste und obendrein mit seinen fast 25 Dollar Erspartem außerdem der reichste unter ihren Geschwistern. Vom unbequemen Leben auf der Straße hält sie nämlich nichts, deshalb ziehen die beiden einfach mir nichts, dir nichts ins Metropolitan Museum of Art im nahen New York. Wenn das keinen Stil hat, weiß ich auch nicht! >>

Die Scheidung fürs Geld, den Mord fürs Herz

© Foto: Katrin, 2016

© Foto: Katrin, 2016

Nachdem ich von Robert Galbraiths Krimi Der Ruf des Kuckucks derart angetan war, bin ich nun, Georgie sei Dank, endlich stolze Besitzerin des Folgebands Der Seidenspinner. Im zweiten Cormoran-Strike-Roman geht es um das Abtauchen des exzentrischen Schriftstellers Owen Quine. Eine angenehme Abwechslung für Privatermittler Strike, denn das Lösen des Lula-Landry-Falls hat ihm und seiner Assistentin Robin Ellacot zwar eine Menge neuer Klienten beschert – allerdings vorwiegend Scheidungsfälle. Zum Brötchenverdienen taugen die zwar wunderbar, doch das Detektivherz sehnt sich eben nach Herausforderung. Daran fehlt es in der Geschichte wirklich nicht und so kann ich dem zweiten Cormoran-Strike-Teil bedenkenlos unseren 200. Inkunabel-Beitrag widmen. >>

Hallo!? Ist das Mikro an? Eine Lobpreisung der unvergleichlichen Marie-Aude Murail

Marie-Aude Murail Cover

© Foto: Bettina, 2015

Liebe Marie-Aude Murail,

das erste Mal habe ich dich im Schaufenster einer Buchhandlung gesehen. Nun ja, genauer gesagt nicht wirklich dich, so live und in Farbe, sondern eines deiner Bücher. Dort ausgestellt stand, eigentlich ganz unscheinbar, Das unbedeutende Leben der Charity Tiddler. Bis heute ist mir nicht klar warum ich mir genau dieses Buch dann so verzweifelt zu Weihnachten wünschte, aber es landete auf jeden Fall – liebevoll von meiner Mutter eingepackt – unter dem Christbaum. Du bist also schuld daran, dass der nächste Weihnachtsfeiertag, nach einer durchlesenen Nacht, im Nebel der Müdigkeit unterging und du bist auch selbst dafür verantworlich, dass ich dir jetzt einen Liebesbrief schreiben muss. Geschieht dir Recht! >>

Auf engstem Raum im lichten Baum

© Foto: Katrin, 2015

Wie Karos Großmutter vor einiger Zeit ganz richtig bemerkte, besprechen wir auf Inkunabel sehr häufig Buchtitel oder Filme aus dem englischsprachigen Raum. Etwas mehr Abwechslung könne da doch nicht schaden, oder? Das kitzelte natürlich unseren Ehrgeiz. Daher haben wir uns nach ausgiebigen Diskussionen entschlossen, gewissermaßen Weltenbummler zu werden und Ländermonate einzuführen. >>