Das Zusammenspiel von Ebbe und Blut

© Foto: Karoline, 2020

Wir alle wissen zu Genüge, dass dieser Sommer nicht ist wie jeder andere. Warum sollte es also bei den Weltenbummler-Monaten nicht auch einmal experimentell zugehen? Wenn wir selbst nicht in die Ferne reisen können, dann suchen wir eben ein paar deutsche Schriftsteller, die die Ferne zu uns bringen! Lange suchen musste ich nicht, denn bereits beim ersten Überfliegen meines Buchregals stach mir eine Reihe ins Auge, die ich bereits rezensiert hatte: Die Aquitaine-Krimis von Alexander Oetker. Begleitet mich also ins ferne Bordeaux, wo es guten Wein, malerische Strände und grausame Morde gibt. >>

Samstagshäppchen: Ein Hausmann auf emotionalen Abwegen

© Foto: Karoline, 2020

Neues Häppchen, neuer Tipp von meinem Buchhändler des Vertrauens: Das Debüt eines Franzosen, der sich in die von Zynismus zerfressenen Abgründe einer Ehe begibt. Optisch wirkte das Büchlein hübsch aber nichtssagend, fast wie ein florales Poesiealbum. Doch die Idee hatte mich neugierig gemacht.

Franck lebt das Leben eines emanzipierten Mannes. Während seine Frau als Tierärztin die Brötchen mit nach Hause bringt, kümmert er sich um Haushalt, Garten und Kindererziehung. Seine Frau Gisèle und er kennen sich seit der Schulzeit und haben irgendwie immer zusammengehört. Die Geburt ihrer drei Töchter hat das Eheglück vervollkommnet und es könnte alles so schön laufen – wenn da nicht dieser Brief wäre. Er war auf einmal im Briefkasten, anonym versendet, mit nur einer kurzen Nachricht: Dass seine Frau ihn betrügt. Franck beschließt besagten Hinweis zu ignorieren, dennoch frisst sich nach und nach Zweifel in sein Herz und er fasst einen unmoralischen Entschluss. >>

Samstagshäppchen: Krimis für die Gaumenfreuden des Lebens

© Foto: Karoline, 2018

Sommer, Sonne, Sonnenschein und leichte Lektüre für den Strand. Wer sich mit einem Wohlfühlkrimi der tiefenentspannten Art auf den Urlaub einstimmen möchte, der ist bei Commissaire Luc Verlain gut aufgehoben.

Luc Verlain ist glücklich in Paris. Er ist Chef einer Mordabteilung, hat wechselnde Frauenbekanntschaften und rund um die Uhr geöffnete Läden vor seiner Haustür. Alles ist schön – bis sein Vater an Krebs erkrankt und er sich zurück in seine alte Heimat versetzen lässt, um ihm beizustehen. Sein neues Kommissariat in Bordeaux scheint ruhig zu sein, doch kaum ist er angekommen, winkt schon der erste Mord. Einem jungen Mädchen wurde der Schädel eingeschlagen. Was für ein Glück, dass Lucs neue Kollegin Anouk ein wahrer Hingucker ist, da ermittelt es sich doch gleich viel beschwingter. Da geht doch mehr! >>

Samstagshäppchen: Lügen haben kurze Beine und große Reifen

© Foto: Gaumont, 2018

Ilke und ich lassen uns gerne in der CineSneak von einem noch nicht angelaufenen Film überraschen. Als diese Woche Montag der Vorhang aufging und mir klar wurde, dass wir einen französischen Film sehen werden, hatte ich für einen Moment Panik. Dann erinnerte ich mich an die diversen Filme aus Frankreich, die ich gerne mag und war direkt aufgeschlossener. So hat mich diesmal sogar eine Rom-Com überzeugen und mitreißen können. >>

Ein letzter Brief noch, dann ist Schluss

Loving Vincent

© Foto: Bettina, 2018

Eine Laune führte mich beim sonntäglichen Spaziergang vorbei an einem der örtlichen Indie-Kinos. Oft entdecke ich hier Filme, von denen ich zwar noch nicht gehört habe, deren Fund mich allerdings hocherfreut. Wie die Faust aufs Auge passte auch dieses Mal der Film im Abendprogramm. Nach einem kurzen Ausflug zur Konditorei saß ich dann also im kleinen, aber rappelvollen Saal, um mir Loving Vincent anzuschauen. Auf ein derartiges Kunstwerk hätte ich jedoch kaum vorbereitet sein können. >>