Verstrickt euch in Lügen!

© Foto: Bettina, 2018

Um für unsere Weltenbummler-Monate passende und ansprechende Lektüre zu finden, habe ich bis jetzt immer das Internet als Recherchewerkzeug verwendet. Damit die Sache nicht langweilig wird, marschierte ich jedoch diesmal einfach in die Buchhandlung und fragte ganz unbedarft nach Romanen von indischen Autoren. Nachdem sich drei (!) Buchhändler liebevoll um mich gekümmert hatten, saß ich mit einem Stapel möglicher Titel im Lesesessel und musste mich entscheiden. Am Ende habe ich dann Erschlagt die Armen! von Shumona Sinha mit nach Hause genommen. Eine Granate hätte sicher die gleiche Sprengkraft gehabt. >>

Samstagshäppchen: Wer strangulierte Belle de Jour?

© Foto: Karoline, 2021

Mein Buchhändler des Vertrauens und ich haben einen Deal. Naja, eigentlich ist es eine recht einseitige Geschichte. Ich möchte nichts Geringeres als die Empfehlungen der einprägsamsten Bücher, die er in seiner Karriere gelesen hat. Er bekommt dafür meine ewige Dankbarkeit. Die grauen Seelen von Philippe Claudel ist eines davon. Schmal und recht unscheinbar kommt es daher, doch der Schein kann bekanntlich trügen. >>

Ein Kunstwerk über Kombüsen, Komik und Kannibalismus

© Foto: Karoline, 2017

Das Floß der Medusa gilt als eines der berühmtesten Gemälde der französischen Geschichte. Doch sowohl dieses Kunstwerk, als auch sein tragischer Ursprung sind mir bis zu Franzobels gleichnamigem Roman unbekannt gewesen. Da ich aber ein Liebhaber von Geschichten mit wahrem Hintergrund bin, war meine Aufmerksamkeit geweckt. Dass der Autor mit seinem Buch auch auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis gelandet ist, stachelte meine Neugier dabei nur umso mehr an. >>

Ein klitzekleines Rad in einer riesigen Maschinerie

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© Foto: Karoline, 2015

Seit zwei Jahren steht auf meinem Fensterbrett mein stattlicher Schuber der Schande. Genau 20 Bücher von Literatur-Nobelpreisträgern schreien seitdem danach von mir gelesen zu werden. Daher schien mir unser Weltenbummler-Monat gerade der richtige Zeitpunkt zu sein, um einmal diese literarischen Perlen genauer zu betrachten. Recht schnell wurde ich fündig, denn im Jahre 1957 bekam der Franzose Albert Camus den begehrten Preis verliehen. Sein Roman Der Fremde ist mit 126 Seiten zwar recht schmal, aber trotzdem keine leichte Kost für zwischendurch – ich habe dennoch nicht bereut es gelesen zu haben! >>

Von der Schönheit und Schwierigkeit der Worte

© Foto: Georgia, 2015

© Foto: Georgia, 2015

Für unseren französischen Monat fiel mir kein Buchtitel ein, den ich euch vorstellen könnte. Also hat mir Karoline ein kleines Büchlein in die Hand gedrückt, welches ich an einem Tag gelesen und in das ich mich verliebt habe. In Das Labyrinth der Wörter treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dennoch entwickelt sich eine liebevolle Freundschaft zwischen den beiden. Sie auf dem Weg dahin zu begleiten und mehr über die Vergangenheit der Figuren zu erfahren, bringt dem Leser viel Freude und ist angenehm kurzweilig. >>