Eine Revolution ist nicht leicht zu schaffen

Der irdische Kelch Cover

© Foto: Bettina, 2016

Lieber Michail Prischwin,

nachdem Russland als Gastland für unseren Weltenbummlermonat feststand, habe ich erst einmal sowohl mein Gedächtnis, als auch meinen Bücherschrank nach brauchbarem Material durchforstet. Am Anfang schien dies sehr vielversprechende Möglichkeiten aufzutun. Doch immer wieder scheiterte ich bei der Auswahl an meinen Kriterien: im Original auf russisch verfasst, in Russland spielend und von einem Russen geschrieben sollte mein Buch sein. Gar nicht so leicht bei einem derart facettenreichen Land. Das Glück war mir aber hold und auf der Leipziger Buchmesse landete ich mir nichts dir nichts am ersten Tag im Stand des kleinen Guggolz Verlages. Da stand dann ein Buch von dir: Der irdische Kelch. >>

Ein klitzekleines Rad in einer riesigen Maschinerie

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© Foto: Karoline, 2015

Seit zwei Jahren steht auf meinem Fensterbrett mein stattlicher Schuber der Schande. Genau 20 Bücher von Literatur-Nobelpreisträgern schreien seitdem danach von mir gelesen zu werden. Daher schien mir unser Weltenbummler-Monat gerade der richtige Zeitpunkt zu sein, um einmal diese literarischen Perlen genauer zu betrachten. Recht schnell wurde ich fündig, denn im Jahre 1957 bekam der Franzose Albert Camus den begehrten Preis verliehen. Sein Roman Der Fremde ist mit 126 Seiten zwar recht schmal, aber trotzdem keine leichte Kost für zwischendurch – ich habe dennoch nicht bereut es gelesen zu haben! >>