Ein Blick hinter die Leinwand, auf den Zeichentisch

Kingdom of Dreams and Madness Bild

© Bild: IMDb, 2016

Inzwischen bilde ich mir ein, dass es schier unmöglich ist durchs Leben zu gehen und noch nie von der Arbeit der japanischen Filmschmiede Studio Ghibli berührt worden zu sein. Auch wenn mein Gefühl mich da etwas übertreiben lässt, muss es doch zumindest unter Cineasten und Freunden von Animationsfilmen sehr unwahrscheinlich sein. Meist reicht schon ein Bild aus wahren Filmklassikern wie Prinzessin Mononoke, Mein Nachbar Totoro und Chihiros Reise ins Zauberland, um die Kunst der japanischen Animatoren und ihre liebenswerten Figuren wieder ins Gedächtnis zu rufen. Nicht unerheblich beteiligt am Erfolg des Studios ist Mitbegründer Hayao Miyazaki. Seine Filme sind gefühlvolle Meisterwerke, er selbst eine Ikone in der Branche. Umso verlockender ist es natürlich diesem Mann einmal bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. The Kingdom of Dreams and Madness macht’s möglich! >>

Zwischen Hoffen und Bangen zu Zeiten des Krieges

© Foto: Ilke, 2014

© Foto: Ilke, 2014

Einer der ersten Animefilme, den ich bewusst geschaut habe, ist Die letzten Glühwürmchen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich Animes als irgendwelche Zeichentrickfilme für Kinder wahrgenommen. Umso größer war die Überraschung und vielleicht auch der Schock, einen so starken Antikriegsfilm zu sehen, der einerseits traurig und brutal, andererseits wunderschön ist. Diesem Film ist es geschuldet, dass ich mich danach mehr mit japanischer Kultur und Animes beschäftigt habe. >>