Ein Sack voller Weihnachtsbücher

© Foto: Karoline, 2020

Alle Jahre wieder kommt Weihnachten einfach viel zu plötzlich. Kaum ist das äußerst unfeierliche Gehetze nach Geschenken vorüber, setzt man sich auch schon völlig entkräftet an den festlich geschmückten Tisch. Dieses Jahr wollte ich alles etwas bewusster angehen. Helfen sollten mir einige ausgewählte Weihnachtsbücher. Ob meine Adventsstimmung damit den Siedepunkt erreichen konnte? Sagen wir mal so: meine innere Festtagskerze brannte mal lichterloh und mal recht flackernd. >>

Samstagshäppchen: Zipperlein, Wehwehchen oder doch Pest und Cholera?

© Foto: Karoline, 2020

Wir leben in hochdynamischen Zeiten. Noch vor einem Monat hatte ich nicht geglaubt, dass es einmal Ausgangsbeschränkungen oder Home Office (zumindest für mich) geben würde. Wie immer versuchte ich mich mit Büchern an die aktuelle Situation zu gewöhnen und entdeckte dabei Wie Krankheiten Geschichte machen: Kurze Abschnitte, kranke Berühmtheiten und berühmte Krankheiten. Mein Interesse war geweckt.

In knackig kompakten und gleichermaßen unterhaltsam geschriebenen Kapiteln beleuchtet Ronald D. Gerste Krankheiten, die das Weltgeschehen beeinflussten und scheut sich dabei nicht einen Bogen von der tiefsten Antike bis zur heutigen Zeit zu spannen. Ob es nun Seuchen wie Pest, Syphilis, Pocken oder Grippe waren (beziehungsweise noch sind), oder die ganz individuellen Leiden entscheidender Persönlichkeiten; jedes einzelne Kapitel vermochte mich in seinen Bann zu schlagen. >>

Geld regiert die Welt – auch zu Weihnachten

© Foto: Karoline, 2021

Alle Jahre wieder bringt der Klett-Cotta-Verlag einen neuen Weihnachtskrimi heraus. Stets haben sie klassische Who-Dunnit-Elemente, die im schneelastigen Flair kammerspielartig ausgelebt werden. Beim ersten Band dieser losen Reihe Geheimnis in Weiß von J. Jefferson Farjeon war ich voll des Lobes. Der Nachfolger, Geheimnis in Rot von Mavis Doriel Hay, konnte mich hingegen nur mäßig unterhalten. Wie würde es mit dem diesjährigen Nachfolger, Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith, wohl aussehen? Die außergewöhnliche Kombination von Covergestaltung, Format und Leinenoptik ließ mein buchaffines Herz jedenfalls mal wieder höherschlagen. >>

Weihnachtsschmaus im Spukhaus

© Foto: Karoline, 2021

Katrin und ich sind ja bekennende Liebhaber des beschaulichen Mordens, wie man an Agatha Raisin und Hamish Macbeth erkennen kann. Als ich eines Tages vor der Qual der Wahl stand, welches Buch ich als nächstes beginnen sollte, spielte Katrin die Glücksfee und suchte natürlich den Krimi Geheimnis in Weiß aus. Ich begann ihr probehalber die ersten Kapitel vorzulesen, bis wir dann mitten in der Nacht bei Kapitel sechs abbrechen mussten – so sehr hatten uns die mysteriösen Ereignisse dieses Romans gefangen genommen.

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Ein Herz für Western: Waffen, Wut und Wilder Westen

© Foto: Karoline, 2016

Eine fiebrig glühende Steppe, rauchende Colts und harte Männer, die ihren Kautabak in Näpfe spucken – ganz richtig, wir befinden uns im Wilden Westen. Nachdem ich mich für die Männer mit Erfahrung so begeistern konnte, war die Gelegenheit doch perfekt einmal einen Blick in Joe R. Lansdales neustes Werk zu wagen. Immerhin hatten mich sein traditionelles Südstaaten-Setting sowie sein packender Schreibstil schon bei Ein feiner dunkler Riss überzeugen können. Da kam seine Geschichte über einen schwarzen Cowboy gerade richtig! >>