Samstagshäppchen: Drachen, Prohibition und die Reise in den Westen

© Foto: Karoline, 2018

Was war ich traurig, als ich vor ein paar Monaten den dritten Teil der Unsichtbaren Bibliothek zur Hand nahm und mich auf ein teilweise etwas zähes Abenteuer einließ. Die Lockerheit und Stringenz der ersten Bände war einfach abhandengekommen. Daher sah ich dem vierten Teil mit etwas gemischten Gefühlen entgegen. Würde es Frau Cogman schaffen, mich doch wieder zu begeistern? >>

Ente zu verschenken

© Foto: Carmen, 2016

Warum ich das Buch aus der Bibliothek mitgenommen habe, kann ich nicht wirklich begründen. Bei den Neuerwerbungen schaue ich immer als erstes nach und deshalb landete diese eben in meinem Rucksack. Vielleicht war es ja die Kombination von rotem Auto und der freundlich lächelnden Nonne, die mich danach greifen ließ. An Gott glaube ich jedenfalls nicht, obwohl ich ihn manchmal anrufe, wenn ich Hilfe brauche. Kirchen hingegen besuche ich sehr gern, denn in ihnen fühle ich mich geborgen und behütet. Mir war klar, dass diese Lektüre eine Herausforderung wird, habe es jedoch nicht bereut. Schwester Jordana lässt den Leser teilhaben an Ihrer Entscheidung in ein Kloster einzutreten. Allerdings sollte man keine reine Biografie erwarten, eher ein Auf und Ab der Gefühle, gewürzt mit Einblicken in die Geschichte der Kirche. >>

Carmen tanzt Spitze

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© Foto: Karoline, Arrangement: Katrin, 2016

Wer kennt nicht wenigstens dem Namen nach die Oper Carmen mit ihren einprägsamen Melodien? Die Musikalische Komödie in Leipzig hat auf deren Grundlage ein stimmungsvolles Handlungsballett inszeniert, in dem sich das klassische Drama um Liebe, Eifersucht und Freiheit im Tanz entfaltet. >>

Auf engstem Raum im lichten Baum

© Foto: Katrin, 2015

Wie Karos Großmutter vor einiger Zeit ganz richtig bemerkte, besprechen wir auf Inkunabel sehr häufig Buchtitel oder Filme aus dem englischsprachigen Raum. Etwas mehr Abwechslung könne da doch nicht schaden, oder? Das kitzelte natürlich unseren Ehrgeiz. Daher haben wir uns nach ausgiebigen Diskussionen entschlossen, gewissermaßen Weltenbummler zu werden und Ländermonate einzuführen. >>

Prinzessinnenpropaganda, Cybersexismus und Gerechtigkeit

© Foto: Katrin, 2015

Es gibt Lektüre, die gehört nicht unbedingt ins eigene Beuteschema. Trotzdem schleicht man drum herum, weil es einem in den Fingern juckt, sie zu kaufen – bis man es endlich tut! Im Falle von Unsagbare Dinge – Sex, Lügen und Revolution war die Empfehlung eines Buchhändlers der Auslöser, sodass ich am Ende einfach nicht widerstehen konnte. Laurie Penny nimmt in diesem Sachbuch zum Thema Feminismus kein Blatt vor den Mund, wenn es um Geschlechterrollen und Identität, Machtverhältnisse oder Sex geht. In fünf lose aufeinander aufbauenden Kapiteln äußert sich die Autorin genauso unverblümt wie sarkastisch, gleichermaßen sachlich und wütend über abgefuckte Mädels, verlorene Jungs, Cybersexismus und die alltäglichen Lügen der Liebe. Wer jedoch denkt, dies sei ein Buch um Frauen gegen Männer aufzuhetzen, der irrt sich gewaltig. >>