Ein Kavalier mit reizenden Grübchen auf Reisen

© Foto: Königskinder, 2017

Manchmal hängen selbst bekennende Vielleser wie ich in einer Leseflaute fest. So stapeln sich momentan zahllose Bücher auf meinem Nachttisch, die ich zu lesen begann, nur um sie lustlos wieder beiseite zu legen. Ein helles Licht am Horizont erblickte ich jedoch unversehens bei meiner Bücherfee, mit dem Abenteuer- und Liebesroman Cavaliersreise – Die Bekenntnisse eines Gentlemen von Mackenzie Lee. Ein junger Edelmann, der im 18. Jahrhundert eine irrwitzige Grand Tour durch Europa antritt und zudem mit seiner verbotenen Vorliebe für Männer zu kämpfen hat? Allein diese Prämisse sprach mich auf Anhieb an! Endlich wieder einmal enthusiastisch stürzte ich mich in ein temporeiches Lesevergnügen. >>

Ein Herz für Western: Waffen, Wut und Wilder Westen

© Foto: Karoline, 2016

Eine fiebrig glühende Steppe, rauchende Colts und harte Männer, die ihren Kautabak in Näpfe spucken – ganz richtig, wir befinden uns im Wilden Westen. Nachdem ich mich für die Männer mit Erfahrung so begeistern konnte, war die Gelegenheit doch perfekt einmal einen Blick in Joe R. Lansdales neustes Werk zu wagen. Immerhin hatten mich sein traditionelles Südstaaten-Setting sowie sein packender Schreibstil schon bei Ein feiner dunkler Riss überzeugen können. Da kam seine Geschichte über einen schwarzen Cowboy gerade richtig! >>

Wer die Nachtigall stört …

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© Foto: Karoline, 2014

Mit 16 Jahren habe ich mich an die große Weltliteratur herangewagt. Ich dachte ich hätte ein Alter erreicht, in dem ich nun alles verstehen würde und stürzte mich auf einen Klassiker nach dem anderen – so auch bei Wer die Nachtigall stört. Die Autorin Harper Lee hatte schließlich den Pulitzer-Preis bekommen, da konnte das Buch in meinen Augen ja nur vielversprechend sein. Knapp zehn Jahre später fälle ich das gleiche Urteil wie damals: Dieses Buch ist ein unbedingtes Muss für jeden, der sich über Diskriminierung informieren möchte und gleichzeitig ist es doch so viel mehr. >>

Samstagshäppchen: Ein Kästchen und sein dunkles Geheimnis

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© Foto: Karoline, 2014

Wir schreiben das Jahr 1958. Die großen Sommerferien haben begonnen und es ist heiß. Der 13-jährige Stan ist gerade erst mit seiner Familie in das kleine Örtchen Dewmont, Texas, gezogen, in dem sein Vater ein Autokino betreibt. Da er noch kaum jemanden kennt, streift er allein mit seinem treuen Hund oder gelegentlich mit seiner großen wunderschönen Schwester durch den nahe gelegenen Wald. Dabei entdecken sie eines Tages die Überreste eines verbrannten Herrenhauses.

Als Stan auch noch über eine kleine Kiste mit Briefen und herausgerissenen Tagebucheinträgen stolpert, ist seine Neugier geweckt. Was ist wirklich vor 20 Jahren passiert, als das Anwesen abbrannte und mit ihm die Tochter des Hauses? Gehörte ihr die Kiste? Und besteht ein Zusammenhang zu dem zweiten Mord in jener Nacht, bei dem ein gleichaltriges Mädchen ohne Kopf auf den Bahngleisen gefunden wurde? >>