Samstagshäppchen: Als Lehrer zwischen Hexen und Vampiren

© Foto: Katrin, 2015

© Foto: Katrin, 2015

Sergej Lukianenko zählt zu meinen liebsten Fantasy-Autoren, weshalb ich zu seiner sechsbändigen, abgeschlossenen Wächter-Reihe bereits zwei Rezensionen verfasst habe. Die Wächter – Licht und Dunkelheit wird vom Verlag offiziell als siebter Band der Buchserie geführt. Tatsächlich spielt die Geschichte im gleichen Universum, verfolgt jedoch ganz andere Ereignisse, die nur am Rande mit den Vorgängern zu tun haben. Bekannte Figuren tauchen lediglich in Nebensätzen auf oder erscheinen in kleinen Cameos. Daher war ich sehr gespannt darauf, ob diese neue Reihe auch funktioniert und welcher Protagonist eingeführt wird. >>

Ein letzter Besuch bei den Wächtern

© Foto: Katrin, 2015

Normalerweise schreibe ich nur über Buchreihen als Ganzes, da es unglaublich schwierig ist, ein Buch aus der Serie zu erklären, ohne zu viel zu verraten. So drehte sich bereits meine zweite Veröffentlichung auf Inkunabel ganz um die bekannte Wächter-Reihe des russischen Autors Sergej Lukianenko. Damals dachte ich, mit dem fünften Band sei Schluss – was sich zwar ein wenig unbefriedigend anfühlte, aber durchaus vertretbar war. Doch weit gefehlt! >>

Eine Schlacht zwischen Licht und Schatten

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© Foto: Karoline, 2014

Wenn ich an Russland denke, fallen mir immer als erstes die schier unendlichen Weiten Sibiriens ein. In meiner Fantasie male ich mir diese von Menschen verlassene Region stets als eine trübe, düstere Steppe aus. Damit steht sie im krassen Gegensatz zu meiner zweiten Assoziation: dem Zarenreich. Prunkvoll und eigentlich fast immer blutig war es dort. Ob Moskau oder Sankt Petersburg, alles in meinem Kopf ist in den Farben Gold und Rot gehalten. Einfach alle Menschen sind in schillernde Gewänder gehüllt und es gibt riesige Buffets mit exotischen Tieren als Deko, aber auch blutige Schlachten zwischen Männern mit Gewehren und langen Bärten.

In der Trilogie Grischa von Leigh Bardugo erwacht genau dieses Kopfkino wieder zum Leben. Gekonnt stellt die Autorin diese starken Gegensätze einander gegenüber und erzeugt damit ein so authentisches als auch komplexes Fantasie-Russland, dass man es doch fast für echt halten könnte. >>

Von Magiern, Vampiren und anderem Kroppzeug

© Foto: Katrin, 2014

In den Büchern des russischen Autors Sergej Lukianenko werden Alltag und Übernatürliches verdammt glaubwürdig miteinander verknüpft. Die Handlung beginnt in Moskau zum Ende der Neunziger und erstreckt sich bis ins Jahr 2012. Hexer, Magierinnen, Gestaltwandler und Vampire leben mitten unter uns.  Doch ihre Existenz ist ein gut gehütetes Geheimnis – und die Welt wesentlich gefährlicher, als es für die Menschen den Anschein hat. >>