Der Abfall der Gesellschaft

© Foto: Karoline, 2021

Es ist schon ein Weilchen her, dass ich Joe gelesen habe. Doch wie sein Pendant Fay ließ er mich einfach nicht los. Zu realistisch wurden mir die Abgründe der Gesellschaft vor Augen geführt. Zu intensiv war das Gefühl der Ohnmacht, mit dem mich das Buch am Ende regelrecht zerstörte. Und genau wie Fay wurde es dadurch eines meiner Jahreshighlights, denn bei all dem Stoff, den wir lesen, stumpfen wir doch gelegentlich etwas ab. Umso wertvoller sind dann die Romane, die es verstehen, einen vollkommen mitzureißen und in ihre Welt eintauchen zu lassen. >>

Ein Abend in der Hölle

© Foto: Georgia, 2020

Bei einigen, literarisch bereits bereisten Ländern, hatte ich direkt ein Buch im Regal, welches ich euch unbedingt vorstellen musste. War das mal nicht der Fall, gab es grandiose Unterstützung beim Finden von etwas Passendem. Hierbei geht ein großes Lob an meine Inkunabel-Mitstreiterinnen, allen voran Karoline, für das Erstellen von umfangreichen Listen mit möglichen Titeln. So stieß ich auch auf Kommt ein Pferd in die Bar. Eine preisgekrönte Geschichte, die lediglich an einem Abend spielt? Das klang spannend und meine Entscheidung war gefallen. >>

Der Geschmack von bitteren Orangen

"Ismaels Orangen" von Claire Haja vor einem Baum im Sonnenuntergang

© Foto: Karoline, 2021

Puh, diesmal hatte ich mir für unseren Weltenbummler-Monat doch tatsächlich ein Familienschicksal ausgesucht. Normalerweise zählt diese Kategorie nicht zu meinen Lesefavoriten, doch dieses eine spezielle Leseexemplar subt seit 2015 (!) in meinem Regal herum. Nie habe ich es weggeworfen, immer wollte ich es eines Tages zur Hand nehmen und lesen. Da kam mir unser literarisches Reiseziel Israel ganz recht. Endlich war die Zeit gekommen für Ismaels Orangen von Claire Hajaj. >>

Samstagshäppchen: Das Leben ist schwer, so schwer

© Foto: Karoline, 2020

Neulich durchstöberte ich ganz unbedarft und wie immer überhaupt nicht auf einen Kauf abzielend meine Buchhandlung. Prompt sprang mir (wehrlostem Opfer) die geballte Kollektion der Elizabeth Strout entgegen. Schicke Cover, einen Pulitzerpreis hatte sie auch bekommen, und schon hielt mir das Buch Mit Blick aufs Meer die emotionale Pistole auf die Brust. Natürlich blieb mir da nichts anderes übrig, als das arme Ding mit nach Hause zu nehmen und mich schnellstmöglich intensiv darum zu kümmern. >>