Skandalöse Flitterwochen in Cape May

© Foto: Karoline, 2020

Auch wenn mein Buchhändler des Vertrauens mittlerweile seinen wohlverdienten Ruhestand genießt, so reicht mein Vorrat seiner weisen Empfehlungen zumindest für das Jahr 2020 noch aus. Bei Tage in Cape May war ich dezent skeptisch, ob mich das Thema abholen würde, doch wie immer wurde mein blindes Vertrauen mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt.

Sie beginnt im Jahr 1957, als Effie und Henry zu ihren Flitterwochen aufbrechen. Früher verbrachte die gerade einmal 18-jährige Braut jeden Sommer in Cape May. Nun ist es Herbst und die Strandpromenade ist verlassen, die Restaurants geschlossen. Die ersten Tage verlaufen für das junge Paar holprig. Bisher haben sie sich nur in ihren Elternhäusern unter Aufsicht getroffen. Sie versuchen die plötzliche Zweisamkeit so gut es geht zu meistern, beschließen jedoch schon bald ihre zweiwöchige Reise um eine Woche zu kürzen. Diese Pläne ändern sich, als unverhofft eine alte Freundin von Effies Cousine das Haus gegenüber bezieht. Clara verkörpert das luxuriöse Leben der Reichen in Perfektion; nach einer fulminanten Geburtstagsfeier für ihren Bruder bleibt sie allein mit ihren Liebhaber Max und dessen Halbschwester Alma im Anwesen zurück. Schnell freundet sich das unbedarfte Ehepaar mit den Verbliebenen an. Es folgen Tage und Nächte voller Alkohol, Bootsausflüge und verrückter Begebenheiten. Am Ende der gemeinsamen Zeit wird es mehr als ein gebrochenes Herz geben, das nie wieder verheilen wird. >>

Haste Bock? Sie auf alle Fälle.

© Foto: Katrin, 2020

Frauen und Sex. Sicher werden einige denken, darüber sei mittlerweile doch alles gesagt. Aber dieser Meinung bin ich genauso wenig wie Autorin Katja Lewina. Ihr Buch Sie hat Bock sprang mir in meinem Lieblingsbuchladen quasi ins Gesicht. Wie hätte ich das bei DEM Titel nicht lesen sollen, bitte?! Dazu noch das Cover mit dem verschämten Guckloch, unter dem sich eine wunderbare Collage versteckt, die unter anderem gleich mal ein blutiges Höschen zeigt. Irgendwie vielversprechend, fand ich und fläzte mich mit meiner neuen Lektüre umgehend aufs Bett.
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Wenn bloß die Liebe so einfach wäre …

© Foto: Karoline, 2020

Ein neues Jahr, ein neues Land. Unser Weltenbummler-Monat führt uns gleich zu Beginn nach Irland. Dieses Mal habe ich mir gezielt einen Gegenwartsroman von Sally Rooney ausgesucht: Gespräche mit Freunden. Obwohl ich mit dem Genre häufiger hadere, wollte ich mal wieder einen Versuch starten. Immerhin klang der Klappentext irgendwie kinky und das gefiel mir natürlich. Also auf in irische Gefilde, ihr Lieben. Ich bin gespannt, was uns alles erwartet. >>

Wann treffen wir uns dieses Mal?

© Foto: S. Fischer Verlage, 2017

Etliche Jahre ist es her, dass ich auf der Suche nach Reiselektüre kurzentschlossen in die Neustädter Bahnhofsbuchhandlung in Dresden stürmte. Dort entdeckte ich als hübsches Taschenbüchlein den Science-Fiction-Liebesroman Die Frau des Zeitreisenden von Audrey Niffenegger. Nun ist romantische Lektüre im Allgemeinen nicht unbedingt meine Sache. Aber tatsächlich brachte mich der abgefahrene Nachname der Autorin in Verbindung mit der Zeitreise-Thematik dazu, den Roman zu erwerben. Damals ahnte ich allerdings noch nicht, dass ich ihn immer wieder lesen und schließlich zu einem meiner absoluten Lieblinge küren würde. >>

Das hab ich toll gemacht, oder? Bewundert mich!

Weiblicher Narzissmus Cover

© Foto: Katrin, 2017

Mitunter bleibe ich gedanklich an etwas hängen und habe dann das Bedürfnis, ein wenig mehr in die Tiefe zu gehen. Wenn das Thema Narzissmus mich gerade derart interessiert, warum sich auch dagegen wehren? Dementsprechend folgt nach meiner Oktober-Rezension zu Hans-Joachim Maaz’ Die narzisstische Gesellschaft nun ein weiteres Buch mit verwandter Thematik: Weiblicher Narzissmus von Dr. Bärbel Wardetzki. Anfangs war ich stark versucht, beide Sachbücher miteinander zu vergleichen. Allerdings stellte ich während des Lesens fest, dass dies nur bedingt funktioneren kann. Denn Wardetzkis Fokus liegt eindeutig auf dem narzisstischen Verlangen nach Lob und dem Bedürfnis nach der eigenen Besonderheit. >>