H.P. Lovecraft lässt grüßen

© Foto: Karoline, 2019

So ein Geburtstag ist doch stets was Feines. Man kann sich Bücher nach Herzenslust wünschen, ohne allzu viel (finanzielle) Reue zu empfinden. Eine Liste stelle ich den Schenkenden dabei gerne zur Verfügung. So entfällt auch das lästige Auswählen. Eben jener Selektionsvorgang förderte bei mir Mörderische Renovierung zutage. Grusel und Humor versprach es, Anspielungen auf H.P. Lovecraft sollten vorhanden sein. Ob das so zutraf?

A. hat geerbt. Ein Cousin vierten Grades, von dessen Existenz er bis dato keine Ahnung hatte, hinterlässt ihm ein riesiges Anwesen in den USA. Also fliegt A. kurzerhand mit seiner jugendlichen Begleiterin Niamh über den Teich und inspiziert seinen neuen Besitz. Besagter Cousin nahm sich genau wie sein Vater das Leben, indem er aus einem Fenster im oberen Geschoss hüpfte. Schnell wird klar, dass es in den alten Gemäuern so einiges zu entdecken gibt. Schemenhafte Geistererscheinungen, wirre Träume, Einbrüche und zahlreiche Geheimfächer wollen vom Erben wie vom Leser gleichermaßen erkundet werden. Dies geschieht auf sehr abwechslungsreiche Art. Wir haben Einblick in Ausschnitte aus A.’s Tagebuch, Niamhs Notizblock, Briefe an Tante Liza (wessen Tante ist dabei recht unklar) sowie zahlreiche Audio- und Videoaufnahmen, alles sehr ansprechend mit unterschiedlichen Darstellungsstilen untergliedert. >>

Mein Soundtrack: Oh no no no, I’m a rocket maaaaaaaaaan

© Foto: Karoline, 2019

Nichtsahnend saß ich letzten Herbst im Kino, freute mich ekstatisch auf Bohemian Rhapsody und sah mir etwas unwillig die vielen Trailer an. Der Film sollte endlich losgehen! Doch was war das? Der schnuckelige Taron Egerton, den ich seit Kingsmen liebe, mit lichtem Haupthaar und schriller Brille? Der sah ja aus wie… ja genau, Elton John! Seitdem fieberte ich dem musikalischen Biopic entgegen, markierte es mir fett im Kalender und dackelte voller Aufregung in der ersten Woche direkt ins Kino … >>

Lieben und Leben in Leipzig

© Foto: Katrin, 2019

Lese ich Romane, spielen diese häufig fernab der Realität oder sind zumindest in gänzlich anderem Milieu angesiedelt. Als ich letztens etwas Lesestoff für Zwischendurch suchte, drückte mir meine Bücherfee einen Roman von Daniela Krien in die Hand: Die Liebe im Ernstfall. Das Buch sei ganz nett geschrieben, sagte sie. Warum nicht?, dachte ich. Immerhin mag ich Frauengeschichten. Außerdem war es ziemlich lange her, dass ich das aktuelle Werk einer deutschen Autorin gelesen hatte. Gute Voraussetzungen also, um mal wieder einen Versuch zu wagen. >>

Mein Soundtrack: Ode an den Hofkompositeur Kanadas

© Foto: Karoline, 2019

Sehr geehrter Herr Cohen,
(oder darf ich lieber Leonard sagen?)

musikalisch waren Sie stets DER Exportschlager Kanadas, das soll heute honoriert werden. Die ersten zarten Bande knüpfte ich zu Ihnen über das Radio. Meine ganze Familie summte stets mit, wenn Ihr Song Hallelujah durch die Lautsprecher geschmettert wurde. Mal von Ihnen selbst, doch meistens das Cover Ihres Schwiegersohnes Rufus Wrainwright. Gern wurde dieser Dauerohrwurm über Jahrzehnte hinweg immer wieder aufgegriffen und wild interpretiert: ob von anderen Künstlern als Cover (sogar Justin Bieber, ernsthaft?) oder als dramatische Untermalung in Filmen wie Shrek oder Sing!. So melancholisch bis ins Mark verbinde ich persönlich schöne wie auch traurige Erinnerungen mit dieser zeitlosen Melodie. Das haben wahrlich wenig Songs geschafft. >>

Giftmischende Detektivin auf Mörderjagd

© Foto: Georgia, 2019

Vor etwa zehn Jahren ist mir beim Arbeiten in der Buchhandlung ein Leseexemplar in die Hände gefallen, dessen Cover mich sehr stark an Wednesday Addams erinnerte. Als ich dann sah, dass es von Totschlag, Chemie und abstrusen Situationen handelt, war ich hin und weg. Unser aktueller Ländermonat bot die perfekte Gelegenheit, um Flavia de Luce – Mord im Gurkenbeet mal wieder zu lesen. Die Assoziationen mit der Addams Family bleiben weiterhin bestehen, denn die Hauptheldin macht Wednesday alle Ehre. Außerdem bin ich immer noch begeistert, wenn ich mit Flavia in die Chemie des Todes eintauche. Was blieb mir also anderes übrig als eine Rezension zu schreiben? >>