Die Reize einer Frau waren selten unwiderstehlicher

© Foto: Karoline, 2019

Ich LIEBE Bücher mit Buchreferenzen. Kaum ist eins ausgelesen, da hat man schon einen Tipp für das nächste bekommen. So geschehen bei der Buchreihe rund um die ermittelnde Postbotin Daphne Penrose von Thomas Chatwin. Die leidenschafte Hommage an Cornwall zeigte sich nicht nur in den Landschaftsbeschreibungen, sondern auch in Literaturempfehlungen rund um die Autorin Daphne du Maurier. Schnell hatte ich recherchiert, was die Gute so geschrieben hatte und konnte mich bei all dieser Produktivität kaum entscheiden. Letztendlich ist es die aktuelle Neuübersetzung von Meine Cousine Rachel geworden. Versprochen wurde mir ein mysteriöser Todesfall und eine schwarze Witwe. Ob ich da auf ein Schauermärchen hoffen konnte? >>

Und immer wieder lockt der Schatz …

© Foto: Katrin, 2020

Zeitlose Brettspiele sind eine kleine Leidenschaft von mir, seit ich im Alter von elf Jahren zum ersten Mal Das verrückte Labyrinth spielte. Wer kennt den Klassiker nicht? Ich erinnere mich noch genau, wie mich das genial einfache Spielprinzip damals begeistert hat. Durch den immer neuen Aufbau des Labyrinths habe ich mich nie gelangweilt. Auch heute noch verschiebe ich gern die Gänge, um auf Schatzsuche zu gehen. Zu dritt oder zu viert macht es am meisten Laune. Denn natürlich wird es erst richtig lustig, wenn die anderen Mitspieler den eigenen perfiden Plan durchkreuzen!
>>

Lieblings-Monster, gehst du mit mir auf den Abschlussball?

© Foto: Steam, 2020

Normalerweise kann ich Videospielen mit Dating-Simulation und viel Lesetext nichts abgewinnen. Zum Glück bestätigen Ausnahmen die Regel. Wenn die potenziellen Partner eine Reihe an interessanten und witzig gestalteten Monsterfiguren sind und von unglaublich gut gemachten, aber auch lächerlichen Situationen begleitet werden, habe ich durchaus viel Freude an diesen Spielen. Gibt es dabei zusätzlich eine schöne Grafik, sowie einen einnehmenden Soundtrack, bin ich restlos überzeugt. Monster Prom hat mir all das und noch viel mehr geliefert. >>

Was den weißen Mitmenschen verborgen bleibt

© Foto: Karoline, 2020

Dank meiner lieben Freundin Conny bin ich seit kurzem Mitglied der Dussmann BuchCommunity auf Facebook. In regelmäßigen Abständen wird dort ein Buch durch die Gemeinschaft ausgewählt und kollektiv gelesen. Nach vorher festgelegten Abschnitten teilen die Lesenden ihre bisherigen Empfindungen und Gedankengänge mit. Los ging es für mich mit dem ambitionierten Roman Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie. >>

Skandalöse Flitterwochen in Cape May

© Foto: Karoline, 2020

Auch wenn mein Buchhändler des Vertrauens mittlerweile seinen wohlverdienten Ruhestand genießt, so reicht mein Vorrat seiner weisen Empfehlungen zumindest für das Jahr 2020 noch aus. Bei Tage in Cape May war ich dezent skeptisch, ob mich das Thema abholen würde, doch wie immer wurde mein blindes Vertrauen mit einer außergewöhnlichen Geschichte belohnt.

Sie beginnt im Jahr 1957, als Effie und Henry zu ihren Flitterwochen aufbrechen. Früher verbrachte die gerade einmal 18-jährige Braut jeden Sommer in Cape May. Nun ist es Herbst und die Strandpromenade ist verlassen, die Restaurants geschlossen. Die ersten Tage verlaufen für das junge Paar holprig. Bisher haben sie sich nur in ihren Elternhäusern unter Aufsicht getroffen. Sie versuchen die plötzliche Zweisamkeit so gut es geht zu meistern, beschließen jedoch schon bald ihre zweiwöchige Reise um eine Woche zu kürzen. Diese Pläne ändern sich, als unverhofft eine alte Freundin von Effies Cousine das Haus gegenüber bezieht. Clara verkörpert das luxuriöse Leben der Reichen in Perfektion; nach einer fulminanten Geburtstagsfeier für ihren Bruder bleibt sie allein mit ihren Liebhaber Max und dessen Halbschwester Alma im Anwesen zurück. Schnell freundet sich das unbedarfte Ehepaar mit den Verbliebenen an. Es folgen Tage und Nächte voller Alkohol, Bootsausflüge und verrückter Begebenheiten. Am Ende der gemeinsamen Zeit wird es mehr als ein gebrochenes Herz geben, das nie wieder verheilen wird. >>