Hui e, haumi e, taiki e

Whalerider Cover

© Bild: Bettina, 2017

Bei der Auswahl meiner Lektüre habe ich oft die Sorge, ein Genre oder eine bestimmte Art von Buch könnte zur Lesesackgasse werden. Immer dieselben Figuren, die gleichen Motive und ähnliche Perspektiven ermüden ja nach der Zeit. Doch lasse ich schwierige Bücher, sperrige Themen oder unbekannte Stile länger liegen, schiebe es hinaus, mich mit ihnen zu beschäftigen. Gerade dann ist der Weltenbummlermonat ein hochwillkommener Anlass, es doch noch anzugehen. Nun kann ich mit Stolz schmettern: Endlich habe ich Whalerider von Witi Ihimaera gelesen! >>

Ich fliege, ich brenne, ich singe. Wer bin ich?

Firebird Cover

© Cover: Tor Books, 2008

Eine der schönsten Augenblicke des Lesens ist der Moment, in dem wir ganz zwischen den Seiten in der Welt eines Buches versinken. So gern ich mich dabei in ganz unbekannte Gefilde aufmache und mit Unerwartetem gelockt werden möchte, so sehr sehne ich mich gelegentlich nach wohlbekannten Geschichten. Nur wäre es ja allzu langweilig in solchen Momenten immerzu ein und dasselbe zu lesen. Darum haben es mir Adaptionen von Märchen wirklich angetan. Vor lauter Neugier kann ich es meist kaum erwarten, zu erfahren welch clevere Herangehensweise mich erwartet. Die Auswahl ist dabei natürlich riesig, aber doch dominiert von den Werken der Gebrüder Grimm. Mercedes Lackey bringt da mit Firebird hochwillkommene Abwechslung ins Spiel. >>

Sagen wir erst mal „Hallo“

Arrival Poster

© Foto: kino.de, 2017

Wie die anhaltende Popularität der Serien Star Wars und Star Trek beeindruckend beweist, sind Science Fiction Geschichten schon längst dem Nischenmarkt entwachsen und zu Großereignissen geworden. Im Fokus stehen dabei meist actiongetriebene Abenteuergeschichten, bei denen es an allen Enden kracht, rumst oder bumm macht. So bombastisch das sein mag, gehört zur Tradition des Genres auch das ruhige Nachdenken über uns als Menschen. Wer sich nun genau nach dieser Facette der Science Fiction sehnt, wird mit dem großartigen Film Arrival mehr als glücklich sein. >>

Kalt, weiß und windig, aber oho!

© Screenshot: Bettina, 2017

© Screenshot: Bettina, 2017

In jedem Jahr, an jedem Tag, in jedem Moment erschafft die Menschheit Geschichten. Sie schreibt Bücher, dreht Filme, malt Bilder und lässt Musik erklingen. Bei dieser großen Menge Neuem plagt mich oft die Sorge, dass Altes einfach vergessen werden könnte. Umso schöner, wenn gerade dieses Erbe über neue Adaptionen wieder in unser Bewusstsein tritt. Das Videospiel Never Alone schafft das ganz wunderbar. >>

Alle heißen sie Maria

Die drei Marias Cover

© Foto: Bettina, 2017

Bei der Auswahl eines neuen Weltenbummler-Landes habe auch ich meine Stimme für Brasilien abgegeben. Ohne mich daran zu erinnern, dass es 2013 bereits zum wiederholten Male Gastland der Frankfurter Buchmesse war, machte ich mich auf die Suche nach Lesestoff. Diesem wundervollen Auftritt auf der Messe ist es aber geschuldet, dass der Wagenbach Verlag zur selben Zeit ein ganzes Set an brasilianischen Romanen neu- oder wiederverlegt hat. Kaum hatte ich mich daran gemacht die Bücher näher zu betrachten, als meine Entscheidung auch schon getroffen war: Die drei Marias von Rachel de Queiroz köderte mich vom Fleck weg. >>